Versus Vorträge
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  • Menschenrechte

    Heiligenschein und diplomatische Waffe der Staatsgewalt [ vollständige Ankündigung lesen ….])

    04.07.2012, Tübingen

  • Im Jahr 5 der Weltfinanzkrise:

    Europäische Staaten
    kämpfen um ihren Kredit
    und verarmen ihre Völker [ vollständige Ankündigung lesen ….])

    01.01.2012, Tübingen

  • Wieder rechter Terror in Deutschland –
    und wieder fallen alle aus allen Wolken

    Parteien und Medien sind völlig überrascht davon, dass Deutsche aus Liebe zum Vaterland Ausländer hassen
    und töten – als ob das jetzt zum allerersten Mal passiert wäre.
    Noch mehr erschrocken sind sie darüber, dass der Hass auf Ausländer zum Hass auf den Staat geworden ist,
    der Ausländer im Land duldet und nicht konsequent deportiert; sie sind schockiert von der Entdeckung, dass
    dieser Hass zu einem schon Jahre laufenden Privatkrieg eines Geheimbunds gegen die staatliche Ordnung
    eskaliert ist.
    Bundes- und Landesregierungen sind auch entsetzt. Vor allem darüber, [ vollständige Ankündigung lesen ….])

    13.12.2011, Tübingen

  • Fukushima: Eine Katastrophe, die alles ändert?

    (Im japanischen Fukushima ist wieder einmal eingetreten, wovor die Gegner der Atomenergie seit 40 Jahren warnen: Im Gefolge von Erdbeben und Tsunami sind mehrere Meiler außer Kontrolle geraten, explodieren, setzen Radioaktivität frei, machen Teile Nordjapans vielleicht auf Jahrzehnte oder länger unbewohnbar, verseuchen die ansässige Bevölkerung und bedrohen die 40 Millionen-Region Tokio mit radioaktivem Niederschlag [ vollständige Ankündigung lesen ….])

    17.05.2011, Tübingen

  • S21 – Ein Bahnhof wird zur demokratischen Prinzipienfrage

    (Die Ankündigung und das Thesenblatt des Referenten sind hier zu finden.)

    14.12.2010, Tübingen, Referent: Dr. Theo Wentzke

  • Sarrazin und der öffentliche Streit um die „Integration“

    Ein Lehrstück über die Unzufriedenheit der herrschenden Elite und den praktischen Umgang des Staats mit Prekariat und Migranten.

    (Kompletter Ankündigungstext hier)

    16.11.2010, Tübingen, Referent: Dr. Theo Wentzke

  • Die Eurokrise – Wenn Staaten ihren Kredit verlieren

    Über das Zusammenwirken und den Gegensatz von politischer Macht und Finanzkapital

    (Kompletter Ankündigungstext hier)

    21.06.2010, Leipzig, Referent: Dr. Theo Wentzke

    Die Tübinger Aufnahme ist leider verunglückt, deswegen hier der selbe Vortrag aus Leipzig (48 MB).

  • Obamamania. „Change“ in den USA – Der „Wachwechsel“ und seine politische Umsetzung

    Barack Hussein Obama hat nicht einfach seine Wahlen gewonnen. Wie er den Weg zum 44. Präsidenten der USA gemeistert hat, rief massenhafte Begeisterung für diesen Mann hervor. Und das nicht nur beim amerikanischen Wahlvolk und seinen Meinungsbildnern, sondern auch bei deutschen und sonstigen Weltbürgern, die ihn gar nicht wählen konnten. Darüberhinaus gelten Wahlkampf und Machtübernahme des ersten schwarzen Chefs der Weltmacht Nr. 1 als Werbung für die Leistungsfähigkeit der Demokratie.

    • Für wen oder was hat Obama im Besonderen und hat die Demokratie im Allgemeinen denn was geleistet?
    • Was hat Obama da seinen Wählern versprochen?
    • Wofür, für welche Politik wollte er sie gewinnen und hat er sie gewonnen?
    • Wie setzt Obama sein Projekt namens „Change“ um?

    (Kompletter Ankündigungstext hier)

    07.07.2009, Tübingen, Referentin: Prof. Margaret Wirth

  • Weltwirtschaftskrise. Erst krachten die Banken, jetzt die ganze Weltwirtschaft – Warum? Gegen das Hoffen auf und das Bangen um die baldige Gesundung „unserer“ Wirtschaft

    Bewegt von der Sorge, dass der Kapitalismus nicht mehr als Lebensgrundlage des Landes und seiner arbeitenden Massen funktioniert, und voll der Sehnsucht, dass er wieder funktionieren möge, interessiert sich schon wieder kein Schwein dafür, was für ein Wirtschaften da eigentlich – auch und gerade in der Krise – funktioniert:

    • Warum trifft die Krise der Finanztitel und der (drohende) Zusammenbruch des Finanzsystems das produktive Kapital?
    • Warum sind die Banken im Unterschied zur übrigen Wirtschaft (Produktion, Handel, Arbeitsplätze) systemrelevant?
    • Was ist die und wie kommt es zur (Welt‑)Wirtschaftskrise?
    • Wie wird die Wirtschaftskrise abgewickelt?
    • Warum ist es falsch, um diese Wirtschaft zu bangen und auf ihre Gesundung zu hoffen?

    (Kompletter Ankündigungstext hier)

    18.06.2009, Freiburg, Referent: Dr. Theo Wentzke

  • Kritik der Psychologie – das moderne Opium des Volkes

    Der Vortrag untersucht die systematischen Fehler der Theoriebildung, den legitimatorischen Gehalt psychologischer Theorien und ihre Nützlichkeit für eine Gesellschaft, die es den allermeisten ihrer Mitglieder versagt, an die Mittel zu gelangen, mit denen sie sich ein schönes Leben machen könnten. (Kompletter Ankündigungstext hier)

    06.05.2009, Tübingen, Referent: Prof. Dr. Albert Krölls

  • Israel „verteidigt sein Existenzrecht“– die Hamas kämpft darum

    Zum x-ten Male führt Israel Krieg gegen seine Nachbarn und begründet den Einsatz von Luftwaffe und Bodentruppen wie bei allen vorhergegangenen Kriegen mit der „Verteidigung seines Existenzrechts“. Auf dieses grenzenlose Recht lässt dieser Staat auch nach dem soundsovielten gewonnenen Krieg nichts kommen – und wird darin vom Freien Westen prinzipiell unterstützt: Mit seinem Existenzrecht rechtfertigt Israel jede Militäraktion gegen „Terroristen“ und ihre Operationsbasen; diesmal hat die palästinensische Bevölkerung in Gaza das Pech, lebendiger Teil der zu vernichtenden Infrastruktur des Feindes zu sein…

    • Worin besteht das Existenzrecht Israels, das sich immer wieder mit überlegener Gewalt verteidigen „muss“?
    • Worin besteht das politische Selbstbehauptungsprogramm seiner arabisch-islamischen Gegner?
    • Und wie steht es um die aktuelle Interessenlage der großen Aufsichtsmächte USA und Europäische Union?

    21.01.2009, Tübingen, Referent: Wolfgang Rössler

  • Was der Kollaps des Finanzsystems über den Reichtum der kapitalistischen Nationen lehrt

    Der Herbst 2008 ist wie ein Crashkurs zur Frage, was es heißt, im Kapitalismus zu leben. Schlechterdings alles – Arbeiten, Kaufen, Leben und Überleben – ist eine abhängige Variable des Finanzgeschäfts. Wenn Börsianer und Bankiers mit ihrer Bereicherung scheitern, dann scheitert alles und das ganze Volk ist schlagartig enteignet.

    Der Vortrag will erklären:
    - wie die Banken dem Wachstum der Wirtschaft dienen,
    - wie sie sich als Finanzkapital gegebenüber der Realwirtschaft verselbständigen,
    - wie und warum die führenden kapitalistischen Staaten dem Finanzkapital immer mehr Freiheiten einräumten,
    - warum die verselbständigte Akkumulation des Finanzkapitals notwendig zum Zusammenbruch führt,
    - warum Bank-Chefs und Wirtschaftswissenschafler, die jahrelang der “Deregulierung der Finanzmärkte” das Wort redeten, beim Zusammenbruch zu glühenden Anhängern des Staatsinterventionismus werden,
    - warum und wie Staaten über Nacht Hunderte von Milliarden zur Rettung des Finanzsystems locker machen,
    - warum die Parteigänger der Privatisierung Banken verstaatlichen.

    06.11.2008, Freiburg, Referent: Dr. Theo Wentzke

  • Kritik der Psychologie – Das moderne Opium des Volkes

    Das populäre Angebot der Psychologie besteht darin, Leuten, die in Schwierigkeiten sind, zu helfen, indem sie beim Umgang mit sich selbst beraten werden. Ob nun jemand das Studium nicht schafft, keinen Job findet, von dem oder der Liebsten verlassen wurde oder sich vor Spinnen fürchtet: Ein Psychologe betrachtet all diese Vorkommnisse als Gegebenheiten, die seine Klientel bewältigen kann – ganz unabhängig davon, ob die Leute sich ihr Problem selber eingebrockt haben oder nicht.

    Ob nun einer Opfer eines entgegengesetzten oder gar feindlichen Interesses geworden ist, ob er vielleicht Fehler bei der Verfolgung eines eigenen Interesses gemacht hat oder ob er an sozialen und moralischen Maßstäben scheitert – das will der Psychologe nicht beurteilen, geschweige denn kritisieren. Die von ihm betreuten Menschen sollen sich ausschließlich der Frage zuwenden, ob ihre Einstellung zu den Problemen stimmt. Und diese Einstellung „stimmt“ dann, wenn die Menschen durch einen Vorfall, der sie schädigt, ärgert oder unzufrieden macht, nicht aus der Bahn geworfen werden. Die Tipps, die man von Psychologen kriegt, sind entsprechend: hier mehr Selbstbewusstsein, da mehr Motivation und dort eine positive Sichtweise, dann kann der Mensch mit den Misslichkeiten, die die Konkurrenzgesellschaft für ihn bereithält fertig werden.

    Die Kunst der Glücksfindung, die die Psychologie dem modernen Menschen vermittelt, besteht darin, die eigenen Erwartungen an die Welt und deren harte Realitäten anzupassen, deren Anforderungen als Bewährungsprobe zu betrachten und in der Erfüllung der gesellschaftlichen Pflichten seine Selbstverwirklichung zu suchen. Albert Krölls stellt in seinem Vortrag dar, inwiefern die Wissenschaft der Psychologie für dieses selbstbewusste Unterwerfungsprogramm, die passende Theorie liefert: Danach ist der Schlüssel menschlichen Verhaltens in der Innenwelt des Individuums zu suchen. Absichten und Beschlüsse des Menschen sind nur vordergründig das, was sein Handeln bestimmt. Die wahren Ursachen liegen hinter der Ebene des „beobachtbaren Bewusstseins“. Ob man das ,,Triebe“, ,,Reiz-Reaktions-Mechanismen“, ,,Dispositionen“, angeborene und/oder erworbene ,,Verhaltensmuster“ oder ,,Fähigkeiten“ etc. etc. nennt, darüber mögen die Schulen der Psychologie streiten.

    Gemeinsam ist all dem, dass das, was der Mensch will, bestimmt wird als abhängige Variable von etwas, das sich im Willen des Menschen eigentlich ausdrückt. Dabei belässt es die Psychologie aber nicht. Sie erteilt dem Menschen vielmehr den Auftrag, seinen Willen dafür einzusetzen, an dem, was ihn doch angeblich determiniert, zu „arbeiten“ und das menschliche Innenleben so zu steuern und zu korrigieren, dass es zu den Anforderungen passt, die die äußere Welt stellt. Der Mensch wird bestimmt als ein eigentümliches Doppelwesen, das im Kampf mit sich selbst ein seelisches Gleichgewicht herstellen soll, das ihn in Einklang bringt mit den Umständen, die sein Leben bestimmen.

    Der Vortrag untersucht die systematischen Fehler der Theoriebildung, den legitimatorischen Gehalt psychologischer Theorien und ihre Nützlichkeit für eine Gesellschaft, die es den allermeisten ihrer Mitglieder versagt, an die Mittel zu gelangen, mit denen sie sich ein schönes Leben machen könnten.

    01.07.2008, Tübingen, Referent: Prof. Dr. Albert Krölls

  • Was von Marx zu lernen wäre: Alles Nötige über Arbeit & Reichtum im Kapitalismus

    Linke Parteien zählen den Theoretiker des 19. Jahrhunderts, dessen Gedanken einmal die Welt bewegt haben, zu ihrem Traditionsbestand, seine Schriften aber kennen sie nicht mehr. Marx ist heute ein toter Hund. Um so mehr als man ihn an Universitäten, sofern man sich seiner erinnert, höflich ins geistesgeschichtliche deutsche Erbe eingemeindet – und zwar als einen Großen: Ein großer Philosoph soll er gewesen sein, dem es nach Hegel noch einmal gelungen sei, dialektisch zu denken; ein großer Soziologe, der ein System gebastelt habe, in dem die Gesellschaft von der materiellen Basis bis zum Überbau der Ideen auf ein einziges Prinzip gebracht ist, ein großer Prophet, der die Globalisierung früh vorhergesehen habe, ein großer Utopist, der sich eine schöne bessere Welt ausgedacht haben soll.

    Dass der Alte selbst, wenn er gefragt würde, nichts von dem genannten Großen vollbracht haben wollte, ja sich dieses Lob verbitten würde, kann seine geistesgeschichtlichen Freunde nicht bremsen. Sie verzeihen ihm ja sogar, dass er Kommunist gewesen ist. Er selbst sah seine Leistung einzig und allein in dem, was der Untertitel seines theoretischen Hauptwerkes ankündigt: in der „Kritik der politischen Ökonomie“ des Kapitalismus. Marx war, wenn irgendetwas, Ökonom. Die Wirtschaftswissenschaften allerdings haben keine gute Erinnerung an diesen Klassiker, ja eigentlich überhaupt keine. Kein Wunder. Schließlich hat er nicht nur die menschenfeindliche und absurde Rationalität des Wirtschafsystems aufs Korn genommen, das sie so vernünftig finden, er hat auch ihre verständnisvollen Theorien darüber zerlegt.

    An dem Kapitalismus, den Marx in der Phase seines Entstehens analysierte und kritisierte, hat sich seit seinen Tagen dies und das, aber nichts Wesentliches geändert: Immer noch ist die Vermehrung des Geldes der beherrschende Zweck, für den gearbeitet wird – und das ist keineswegs ein geschickter Umweg zur besseren Befriedigung der Bedürfnisse; noch immer sind die arbeitenden Menschen Kostenfaktor, also die negative Größe des Betriebszwecks; noch immer findet die Entwicklung der Produktivkraft der Arbeit, der größten Quelle des materiellen Reichtums, ausschließlich statt, um Löhne zu sparen und Arbeitskräfte zu entlassen – also um den Arbeiter ärmer zu machen. Wegen dieser Aktualität, und nur wegen ihr, verdient es der längst verblichene Denker, dass man sich seiner erinnert. Seine Bücher helfen, die ökonomische Wirklichkeit heute zu erklären. Das will der Vortrag anhand von Zitaten aus dem ersten Kapitel von „Das Kapital“ Band 1, „Die Ware“ demonstrieren. Angeboten werden ungewohnte Gedanken über Gebrauchswert und Tauschwert, konkrete und abstrakte Arbeit, Geld und Nutzen Arbeit und Reichtum – paarweise Bestimmungen, die unsere moderne Welt nicht mehr auseinander halten kann, während sie tatsächlich die härtesten Gegensätze enthalten. Der Vortrag wird einführen in „Das Kapital“ und für eine längerfristige Kapital-Lektüre werben, zu der sich gerade ein für alle Interessierte offener Lesekreis bildet.

    Am Rand bleibt für Kenner eine Abgrenzung zu den Marxologen nachzutragen, die sich ausgerechnet, weil es keinen Sozialismus in der Realität mehr gibt, zu einer „Neuen Marxlektüre“ befreit und herausgefordert sehen. Sie wollen nichts mehr zu tun haben mit der Arbeiterklasse und dem Anprangern der Ausbeutung; entdecken vielmehr in allen Gegenständen und Themen des drei bändigen Werkes eintönig immer dasselbe: „Fetischisierte Vergesellschaftung“. Sie studieren Marx, aber weniger, um der ausgearbeiteten Kritik des Kapitalismus seine Kritik zu entnehmen; sie lesen das Buch mehr als eine gelungene Antwort auf ihre Frage, warum die praktische Kritik, die der Kapitalismus verdient hätte, alleweil ausbleibt. Sie erklären nicht sich und anderen, warum die kapitalistische Wirtschaftsweise nicht zu ihnen passt und abgeschafft gehört, sondern warum sie in Gedanken und Praxis so gut zu ihr passen. Damit wollen wir nicht verwechselt werden.

    04.06.2008, Freiburg, Referent: Dr. Peter Decker

  • Finanzkapital und Finanzkrise: US-Hypothekenkrise, Fondsschließungen, Bankenpleiten: Ein Lehrstück über Eigenart, Leistung und Macht des Finanzkapitals

    Gerade noch hatten sich die meisten Industrie-Nationen über ihren „Aufschwung“ gefreut. Und dann das: Ein Beben im Finanzgewerbe löst weltweit Fondsschließungen, Bankpleiten und Angst an den Geldmärkten aus. Vorsorglich informieren Zeitungen ihre Leser darüber, ob ihre Ersparnisse noch sicher sind. Und warum das alles? Verarmte Häuslebauer in den USA sind mit der Bezahlung von insgesamt ein paar Mrd. $ ihrer Hypothekenraten in Rückstand geraten – und rund um den Globus werden dreistellige Milliardenbeträge vernichtet? Wie soll das zusammengehen?

    Banken, hört man, vergeben nicht bloß Immobilien- und andere Kredite; sie bündeln Kredite zu Wertpapieren, die sie veräußern, und machen damit Milliarden. Wie können Banken etwas, das sie weggegeben haben, mit Gewinn zu Geld machen? Worin besteht der Wert von Papieren, die als grundsolide galten, wenn der sich über Nacht in nichts auflösen kann?

    Bankenchefs wie Ackermann, die sonst immer ihre uneingeschränkte Handlungsfreiheit fordern und staatliche Regelungen als Geschäftsschädigung geißeln, rufen nun nach dem Staat. Nicht vergeblich. Eine Aufstockung der Arbeitslosengelder, Renten und Pensionen in Höhe der Inflationsrate steht dem Ziel eines ausgeglichenen Staatshaushalts entgegen, also erteilt der Finanzminister solchen Bedürfnissen eine Absage. Aber zugleich pumpen die Staaten über ihre Zentralbanken mal ca. 400 Milliarden € Kredit zur Rettung der Finanzwelt in den Markt – weil die Banken einander wechselseitig für nicht mehr kreditwürdig halten, wie man liest. Deren Überleben ist anscheinend existenziell für „unser“ Wirtschaftssystem und liegt den Staaten ganz anders am Herzen als das materielle Wohlergehen der gewöhnlichen Bürger… Wie hängt eigentlich die „Realwirtschaft“ (Produktion, Häuserbau, Konsum) vom Gelingen der Spekulationsgeschäfte ab? Woher kommt diese reale Macht des Finanzkapitals?

    06.05.08, Tübingen, Referent: Dr. Theo Wentzke

  • Konsum im Kapitalismus

    Im Alltag der modernen Gesellschaft hat man sich an Perversionen gewöhnt, die eigentlich leicht zu durchschauen wären. Niemand findet etwas dabei, wenn Experten sich um den Zustand der deutschen Wirtschaft sorgen, weil “trotz guter Exportkonjunktur der private Konsum einfach nicht anspringt“. Man bekommt in solchen Statements nicht nur mitgeteilt, dass die Erfolge unserer Wirtschaft nichts damit zu tun haben müssen, dass die Menschen besser leben. In der geäußerten Sorge, der schöne Konjunkturaufschwung könnte schon bald wieder abflauen, wenn der Konsum nicht endlich anspringt, wird man auch noch darüber aufgeklärt, dass in dieser Wirtschaft der Konsum für die Wirtschaft da ist und nicht die Wirtschaft für den Konsum. Das Verhältnis von Zweck und Mittel, wie es sich vernünftigerweise gehört, steht auf dem Kopf.

    Aus Fürsorge für die Dauerhaftigkeit des kapitalistischen Wachstums haben sich Anfang des Jahres Politiker sogar dazu verstiegen, “Mut zu höheren Löhnen” anzuraten. Denn “Höhere Löhne sind jetzt gut für die Binnennachfrage und stärken die Konjunktur“. Das Einkommen der breiten Masse, die die Arbeit macht, darf tatsächlich steigen, wenn, aber auch nur wenn das dem Gewinnwachstum nützt. Man stelle sich vor! Inzwischen ist Herbst und den Politikern sind die Lohnforderungen längst wieder viel zu hoch. Mindestlöhne für Billigjobber und 2.500 € im Monat für Lokführer würden die Konjunktur kaputt machen; solche Maßlosigkeit kann sich Deutschland nicht leisten. Der Arbeitslohn ist halt doch zuerst Kostenfaktor, der den Profit belastet, ehe er Kaufkraft ist, die jedes kapitalistische Unternehmen gerne ausnutzt.

    Von wegen also, wir lebten in einer “Konsumgesellschaft“. Wenn es so wäre, müsste nicht um jeden Euro Lohn gekämpft werden.

    Manche Leute meinen die Diagnose “Konsumgesellschaft” aber sogar kritisch, finden, dass es den Menschen materiell viel zu gut geht und dass die Befriedigung ihrer Bedürfnisse sie an ein System kettet, das wir gar nicht so unvernünftig finden würden, wenn es denn leisten würde, was ihm da als ein Übel nachgesagt wird.

    Der Referent wird in seinem Vortrag eine Kritik der Konsumkritik anbieten, sowie Aufklärung über die perverse Rolle, die der Konsum in einer Wirtschaft tatsächlich spielt, in der es um das Wachstum des Kapitals geht.

    07.12.2007, Tübingen, Referent: Dr. Peter Decker

  • Das Geld

    Von den vielgepriesenen Leistungen des schnöden Mammons – einige Wahrheiten über Ware, Geld und Kapital.

    07.11.07 Referent: Dr. Theo Wentzke

  • Der Klimawandel

    Produkt des globalisierten Kapitalismus und Streitobjekt der Staaten, die ihn organisieren

    10.06.07 Referent: Wolfgang Rössler

  • Naturwissenschaftler klären auf über „Geist & Gehirn“, „Bewusstes & Unbewusstes“, „Willensfreiheit & Determination“:

    Geben die Ergebnisse der modernen Hirnforschung der Psychologie des Seelenapparates eine naturwissenschaGrundlage? 

    19.06.07 Referent: Dr. Alexander Melcok

  • Linksruck in Südamerika: Venezuelas Aufstand im Hinterhof der USA

    In Lateinamerika, also ausgerechnet in der „ureigenen Hemisphäre“ Washingtons, lehnt sich in einem wichtigen Öl Land, das ausgerechnet vorrangig die USA beliefert, eine Regierung mit breiter Unterstützung des volkes gegen die Vorherrschaft von US Kapital und US Politik auf. Von Washington bekämpft, von den hiesigen Medien verurteilt, wird Venezuelas Präsident mit seiner Politik von Globalisierungsgegnern und anderen Linken als neuer Hoffnungsträger für deren Beteuerung gefeiert, dass „eine andere Welt möglich“ ist.

    Fragt sich: Was macht Chavez in Venezuela, dass er bei den einen so verhasst, bei den anderen so beliebt ist?

    10.05.2007 Berlin, Referent: Dr. Theo Wentzke

  • „Abgehängtes Prekariat“ – „Unterschicht“

    Die Politik besichtigt die Ergebnisse ihrer Verarmungsstrategie.
    Die Sozialforschung liefert ihr dazu die Daten: Es gibt kein Proletariat und keine Klassen, sondern eine Ansammlung von lauter
    zufälligen Notlagen

    24.01.2007 Freiburg, Referent: Dr. Theo Wentzke

  • „Wer vermisst, wer fordert, wer braucht, wer verweigert Integration“

    23.11.2006 Stuttgart, Referent: Dr. Theo Wentzke

  • „Was will Deutschland, was will Europa auf dem Kriegsschauplatz Naher Osten?“

    14.12.2006 Tübingen, Referentin: Prof. Dr. Margaret Wirth