Rassismus

DI,24.03. Rassismus in den USA

Der AK Politik trifft sich wieder am kommenden Dienstag, den 24.03.2015, um 20:00 im Clubhaus Wilhelmstraße, linker Eingang, erster Stock.

Thema:

Zum Beispiel Ferguson: Rassismus in den USA
Woher er kommt und warum er nicht weggeht

Regelmäßig geraten die USA in die Nachrichten, weil schwarze Jugendliche von Polizisten erschossen werden und es daraufhin Demonstrationen gegen Rassismus gibt. Dieser wird von den Demonstranten selbst nicht als Ausrutscher weniger ewig Gestriger, sondern als ziemlich systemisch beurteilt. Sie sprechen von „institutional racism“, den sie nicht nur bei der Polizeigewalt, sondern ebenso an der Arbeitslosigkeit, der mangelhaften Gesundheitsversorgung vieler Schwarzer, etc. entdecken. Das alles halten sie, ganz ohne weitere Prüfung, für Verstöße gegen den american way of life und so fordern die Demonstranten Gerechtigkeit.

Auch die amerikanische Politik distanziert sich entschieden vom Rassismus, für den kein Platz im Heimatland der Freiheit sei.

Wenn aber die maßgeblichen Instanzen von sich behaupten, dass sie auf jeden Fall nicht rassistisch unterwegs sind, und alle Welt sich einig ist, dass sich Rassismus nicht gehört: Warum hält er sich denn dann so hartnäckig?

Das wollen wir klären auf Grundlage dieses Artikels aus der Zeitschrift Gegenstandpunt

DI,10.02. Pegida

Der Arbeitskreis kritischer Studenten trifft sich wieder am Dienstag, 10.02.2015, um 20:00 Uhr im Clubhaus Wilhelmstraße, linker Eingang, 1. Stock

Thema:

PEGIDA
Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes
(Teil 2)

Die Pegida-Veranstaltung letzte Woche beschäftigte sich mit der Unzufriedenheit der Bürger, die sich über eine Überfremdung ihrer Heimat empören und nach einem starken Staat rufen, und mit dem Feindbild Islam.
Die Frage für kommenden Dienstag lautet dann: Warum verurteilen Politiker den Protest der Pegida und grenzen ihn aus, haben aber zugleich für dessen Anliegen Verständnis und entnehmen ihm entsprechend dringlichen Handlungsbedarf in Sachen Ausländerpolitik?
Dabei geht es im Wesentlichen um den Gedanken der Volksgemeinschaft. Darin wird eine Identität behauptet, wie Menschen, ohne je gefragt worden zu sein oder sich entschieden zu haben, zu diesem Land gehören, mit ihm eine Gemeinschaft bilden. Dass Menschen sich als Teil dieser Gemeinschaft fühlen, ist Politikern völlig selbstverständlich. Aber dass ihnen der Satz „WIR sind das Volk“ entgegengeschleudert wird, dass also die Demonstranten die Politiker der hiesigen Parteien nicht als die passende Leitung dieser Gemeinschaft akzeptieren, passt ihnen nicht.
Was genau ist der positive Gehalt der Gemeinschaftsvorstellung? Was eint die Mitglieder dieser Gemeinschaft und was macht sie feindlich gegen andere?
Nicht zuletzt wollen wir über die Anti-Pegida-Demonstranten reden, denen vor allem das deutschtümelnde, Fremden gegenüber Intolerante sehr gegen den Strich geht, weil sie an diesem Land ganz andere Eigenschaften schätzen und gefördert wissen wollen.

DI, 13.01 Pegida

Der Arbeitskreis kritischer Studenten trifft sich wieder am Dienstag, 13.01.2015, um 20:00 Uhr im Clubhaus Wilhelmstraße, linker Eingang, 1. Stock

Thema:

PEGIDA
Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes


Alle aufgeklärten bundesdeutschen Medien sind sich mit der Kanzlerin einig, dass diese Bewegung den Slogan „Wir sind das Volk" zu Unrecht verwendet, geradezu missbraucht. Was die PEGIDA denn nun von demokratischen Parteien unterscheidet, konnten wir den Kommentaren aber nicht entnehmen.
Das müssen wir uns dann wohl selber erarbeiten.
Wir wollen daher einerseits deren „Positionspapier“ analysieren, das aus 19 Thesen besteht und nur so strotzt von lauter „FÜR“s – schon ungewöhnlich für ein Oppositionspapier. Das „GEGEN“ geht erst mit These 15 los und wendet sich gegen Waffenlieferungen an verfassungsfeindliche Organisierungen (eigentlich auch eine Parteinahme FÜR die geltende Gesetzgebung und Praxis), gegen das Zulassen von Parallelgesellschaften, gegen Radikalismus, Hassprediger etc. Worin genau besteht eigentlich der Unterschied z.B. zur CSU, und wieso meinen sie, für ihren Standpunkt eine Bewegung ins Leben rufen zu müssen?
Andererseits müssen wir getrennt davon die Beweggründe der Demonstranten untersuchen: Schließlich können wir uns nicht vorstellen, dass die allen Ernstes „FÜR die Aufnahme von Kriegsflüchtlingen …“(These 1) oder „FÜR sexuelle Selbstbestimmung!“ (These 12) Montag abends protestierend auf die Straße gehen. Was von den aufgeschriebenen Thesen ist eigentlich protesttauglich? Das Thema „Islamisierung“ kommt bei den Demonstranten schon gut an, auch sie halten die für eine Gefahr. Allerdings treffen sie in ihrem Alltag meist keine Muslime, die ihnen irgendwie in die Quere kommen könnten. Auch das ist also erklärungsbedürftig: Welche Art Unzufriedenheit treibt eigentlich die PEGIDA-Demonstranten um? Wieso machen sie Leute als Angstobjekte aus, womöglich als Feinde, die ihnen in der Realität ziemlich unbekannt sind?
Es nützt dabei gar nichts, dass alle Welt dieser Bewegung ablehnend oder abschätzig gegenübersteht. Je hässlicher man selber die PEGIDA findet, umso wichtiger ist es, sich über deren Denkungsart Klarheit zu verschaffen. Schließlich wollen wir Argumente dagegen erarbeiten, die auch treffen. Und es kann ja sein, dass die – begründete – Ablehnung weit über diese Bewegung hinausgehen muss.

diesen Text als PDF
das Pegida-Programm
und hier die Veranstaltung dazu, am 03.02.15

Vortrag online: Sarrazin und die Integrationsdebatte, Tübingen, 16.11.2010

Die Ankündigung ist hier.

Hurra, hurra – das neue Jahr! Versus Nr. 33 erschienen

Spiegel

„Hurra, wir leben noch …“ – Der Spiegel nimmt wieder mal kein‘ Blatt vor den Mund und verkündet ganz unverschämt die Freude über das Weiterbestehen deutscher Normalzustände und anderer Gräßlichkeiten. Da sind ein paar Klarstellungen angebracht. In der aktuellen, 33. Ausgabe von „Versus“ [pdf], unserer studentischen Zeitung, sind deshalb folgende Texte zu finden:

  • Stichwörter zum Bildungsstreik: Sozialer Numerus Clausus und Chancengleichheit
  • ‚Biete türkisch-arabische Unterschicht – suche osteuropäische Juden‘: Thilo Sarrazin baut an einer nachhaltigen Gesellschaft für den deutschen Staat
  • Robert Enke: Ein privater Tod, der betroffen macht
  • „Eine Milliarde Menschen leiden an Hunger“ (OECD) – Geld oder Leben: Schlaglichter auf das marktwirtschaftliche Verhältnis von Ökonomie und Versorgung