Archiv der Kategorie 'Die beste aller Herrschaftsformen'

Versus Nr. 42 erschienen

In der aktuellen, 42. Ausgabe von „Versus“ , unserer Studentenzeitung, sind folgende Texte zu finden:

  • Außenpolitik und Menschenrecht:
    eine gewaltträchtige Angelegenheit
  • Das Studium:
    Die effektive Erzeugung von akademischem Rohstoff
  • „Blockupy“-Aktionstage in Frankfurt
    Wie Protest demokratisch fertiggemacht wird
  • Deutsche Medien berichten über Syrien:
    frei, parteiisch, kriegshetzerisch
  • „Wettbewerbsfähigkeit“
    Das deutsche Rezept, der paradoxe Stein der Weisen
  • Die Piratenpartei und ihr „Menschheitstraum“ – ohne
    Chance: „Geistiges Eigentum“ im Kapitalismus

DI, 24.01. Diskussion zu Wachstum

Mit dem AK Politik kann wieder am kommenden Dienstag, den 24.01.2012, im Tübinger Clubhaus (Wilhelmstr. 30; gegenüber der Neuen Aula), ab 20 Uhr, diskutiert werden. Thema:

Wozu braucht die Marktwirtschaft Wachstum?

Was wir bereits diskutiert haben:
Wachstum wird bilanziert als Summe unterschiedlichster, teils gegensätzlicher Einnahmen. Quellen für ein Geldeinkommen gibt es im Kapitalismus drei: Kapital (Profit), Boden (Grundrente), Arbeit (Lohn). Das Zusammenzählen der verschiedenen Einkommen sieht von der Besonderheit einerseits gründlich ab – dazu passt, worin es bilanziert wird: in Geld. Andererseits gibt es einen fachmännischen Streit darüber, was als Einkommen in Frage kommt: Sind die Kosten für staatliche Schulen, etc. als Teil des Wachstums zu bilanzieren, oder nur die von privaten? In die Rechendebatte wollen wir uns nicht einmischen und noch weniger wollen wir „objektive“ alternative Bilanzierungsmodelle aufstellen.

Was machen die Banken?

Die Geschäftsbanken handeln miteinander. Sie leihen und verleihen Geld, wobei die Zahlungen, die sie zu tätigen haben, regelmäßig ihre aktiv verfügbaren Mittel übersteigen. Wenn sie mehr zahlen müssen, als sie Einnahmen haben, wenn sie also Liquidität brauchen, gibt es die Möglichkeit, mit Wertpapieren zur Notenbank zu gehen, wo sie hinterlegt werden können und wofür es von der Notenbank, gegen einen Zins, Geld gibt. So kommen die Geschäftsbanken über das Hinterlegen von Schuldtiteln an Zentralbankgeld. Die Zentralbank setzt dadurch ihrerseits die Praxis, Schulden als Geldquellen zu handeln, in’s Recht. Das hat zur Folge, dass so die Zahlungsfähigkeit in der Gesellschaft erhöht wird, was die Grundlage dafür bildet, dass die staatliche Notenbank überlegt, zu welchem Preis das Geld herauszugeben sei. Die Notenbank sieht sich dabei vor einem Quantitätsproblem: Welcher Leitzins ist der, der jeweiligen konjunkturellen Lage dienlichste? Ihre Ideologie ist, dass sie damit die Geldmenge steuere. Dabei entscheidet nicht der Staat, sondern die Wirtschaft und das von ihr zustande gebrachte Wachstum darüber, wie viel Geld als Geschäftsmittel nachgefragt wird und damit darüber, ob eine Entwertung des Geldes stattfindet oder nicht. Verteuert die Notenbank den Leitzins verteuert sich erst mal nur der Kredit für die Geschäftsbanken. Ob sie deshalb weniger Kredit nachfragen und an die Wirtschaft verleihen, das liegt ganz im Ermessen der Bank, ob sie sich mit den Schuldpapieren ein Geschäft ausrechnet oder nicht.

Staat als Schuldner

Der Staat setzt auf wachsendes nationales Geschäft. Dafür schafft er Bedingung, die es zu bezahlen gilt. Geld hat er, der ja nichts selber produziert, darüber, dass er Steuern erhebt- womit er abhängig ist, von der Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft. Davon macht er sich mittels Verschuldung unabhängig. Der Staat ist die Hoheit über alles Geschäft. Als solche gibt er Papiere mit einer Laufzeit und einem Zins auf sich aus. Über die Höhe des Zinses entscheidet nicht er, sondern die Finanzwelt. Seine Höhe hängt dabei nicht am Erfolg eines Unternehmens, sondern an seinem Erfolg als nationaler Standortverwalter wachsendes Geschäft über die Verschuldung anzustoßen. Mit Staatsanleihen vergrößert der Staat seine Zahlungsfähigkeit und darüber die Masse an Geschäftsmittel, über welche die Gesellschaft verfügt. Die Verschuldung ist die Vorwegnahme künftigen Wachstums und ist der vom Staat selbst eingegangene und der Gesellschaft aufgemachte Sachzwang, wachsendes Geschäft zustande zu bringen.
Da machen wir nächsten Dienstag dran weiter. Anschließend gilt es noch die Abteilung „Ideologien zum Wachstum“ zu befassen. Derer gibt es viele, wie: Wachstum nützt uns allen. Die Vorstellung, dass Wachstum die Bedingung ist, ohne die nichts geht und dass man deshalb alles dafür tun müsse, ist nicht nur bei denen populär, die wachsendes Geschäft als ihren Zweck verfolgen – den Kapitalisten – auch in Gewerkschaftskreisen ist dergleichen verbreitet. Was ist davon zu halten?
Außerdem: Was verrät eigentlich das immerzu eingeforderte Wachstum über den Zweck der kapitalistischen Produktionsweise?
Und schließlich: Was ist von Vorstellungen nach einem Nullwachstum u.ä. zu halten?

DI 13.12.: Wieder rechter Terror in Deutschland …

Am Di. den 13.12.2011 veranstaltet der AK Politik einen öffentlichen Vortrag mit Diskussion, zum Thema:

Wieder rechter Terror in Deutschland –
Und wieder fallen alle aus allen Wolken

Wir laden zu einer Diskussion über diese Fragen ein, die in der öffentlichen Debatte kaum gestellt werden:

  • Warum sind Ausländer in allen Demokratien ein Problem und werden als störend empfunden – noch lange ehe einer Mordabsichten gegen sie hegt?
  • Warum mutiert der gute und gewünschte Patriotismus mit einer gewissen Regelmäßigkeit zum übersteigerten, mörderischen Nationalismus und Rassismus?
  • Warum führen manche Leute aus Vaterlandsliebe Krieg gegen den Staat in ihrem Land?
  • Warum brauchen so genannte freie Gesellschaften eine nicht so genannte Stasi?
  • Warum gehören zur Demokratie Parteienverbote?

Ort: Schlatterhaus Tübingen, Österbergstr. 2.
Beginn: 19 Uhr c.t.

Nähere Informationen zur Veranstaltung gibt es auf: Termine

Versus Nr. 39 erschienen

In der aktuellen, 39. Ausgabe von „Versus“ , unserer Studentenzeitung, sind folgende Texte zu finden:

  • Lehren aus der „Schuldenkrise“ 2011: Was Merkels Versprechen „Wir lassen Griechenland nicht fallen!“ für die Griechen bedeutet
  • Blutbad in Norwegen: Warum Anders Breivik mit einem Blutbad das christliche Abendland vor dem Islam retten wollte
  • Mikrokredite gescheitert
  • Vorsicht BaföG
  • Deutsche im Kaufrausch

Versus Nr. 38 erschienen

In der aktuellen, 38. Ausgabe von „Versus“ [pdf], unserer studentischen Zeitung, sind folgende Texte zu finden:

  • Landtagswahlen in Baden-Wüttemberg – von wegen „Atomkraft abgewählt!“
  • Humanitäre Bomben gegen Gaddafi – Tunesien, Ägypten, Libyen: immer nur „Demokratie gegen Diktatur“?
  • Die Lage in Fukushima: Alles im Griff – zumindes rechtlich und ideologisch-moralisch
  • Die „Causa Guttenberg“ und die „scientific community“: Die „redliche“ Wissenschaft setzt sich zur Wehr

Versus Nr. 37 erschienen

In der aktuellen, 37. Ausgabe von „Versus“ [pdf], unserer studentischen Zeitung, sind folgende Texte zu finden:

  • Der Kampf um „Stuttgart 21″ – ein Bahnhof wird zur Staatsaffäre
  • Krebsfälle in Asse – statistisch total ungeklärt
  • Merkels Neujahrsrede: Ich kenne nur noch Deutsche

Vortrag online: S21 – Ein Bahnhof wird zur demokratischen Prinzipienfrage, Tübingen, 14.12.2010

Die Ankündigung und das Thesenblatt des Referenten sind hier zu finden.

Versus Nr. 32 erschienen

In der aktuellen, 32. Ausgabe von „Versus“ [pdf], unserer studentischen Zeitung, sind folgende Texte zu finden:

  • Wahlnachlese 2009
  • Der Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr: Krieg oder nicht Krieg – das ist hier die Frage
  • Die demokratische Wahl

Jour Fixe, 15.09.09: Die LINKE wählen – eine geeignete Alternative?

Am 24.09 findet in Stuttgart eine Podiumsdiskussion mit dem Thema „Die LINKE wählen – eine geeignete Alternative?“ statt, zu der unter anderem auch wir eingeladen wurden. Veranstaltet wird das Ganze von LiSt und (LB)^2.

Wir wollen nächsten Dienstag mal das Thema „Wahlen“ im Allgemeinen und „LINKE wählen“ im Besonderen in im Voraus besprechen und uns für die Diskussion vorbereiten. Die Position der Veranstalter dazu findet ihr in ihrer Broschüre. Die kann als Ausgangspunkt für die Debatte dienen.

Wer also Interesse hat, ist herzlich eingeladen, sich an der Diskussion zu beteiligen oder auch nur zuzuhören. Wir treffen uns wie immer um 20 Uhr im Clubhaus, Wilhelmstr. 30, linker Eingang, 1. Stock.

Die Homepage der Stuttgarter Anti-Wahl-Kampagne ist hier

Vorträge zur Wirtschaftkrise vom 18.06.09 und zu Obamas „Change“ der US-amerikanischen Außenpolitik vom 07.07.09 jetzt online

Die Aufnahme des Vortrages zur Weltwirtschaftskrise vom 18.06.2009, in Freiburg, von Theo Wentzke (Ankündigung hier) und des Vortrages zu Obamas „Change“ der US-amerikanischen Außenpolitik vom 07.07.2009 von Prof. Margaret Wirth (Ankündigung hier) gibt es jetzt als mp3-Datei zum Anhören. Wie immer gilt: Anmerkungen, Ergänzungen oder Kritik nehmen wir gerne üder das Kontaktformular entgegen.

Wirtschaftskrise:

Obamas „Change“: