Archiv für Juli 2015

DI 04.08. Kritik der Konsumkritik

Da diejenigen, die sich das Thema: „Kritik der Konsumkritik und ihrer Konsequenzen“ gewünscht haben, morgen nicht können, haben wir beschlossen, den Termin kurzfristig um eine Woche zu verschieben. Morgen Abend, Dienstag, 28.7.2015, entfällt demnach und wir treffen uns stattdessen kommende Woche

Dienstag, den 4. August, 20:00 Uhr

im Clubhaus Wilhelmstraße, linker Eingang, linke Treppe, erster Stock.

„Es gibt kein richtiges Leben im falschen.“ (Adorno)

Kritik der Konsumkritik und ihrer Konsequenzen

Jeder weiß, dass Meere überfischt werden, die Luft verpestet, die Atmosphäre aufgeheizt wird, „Knochenarbeit“ nicht nur in Bangladesch auf der Tagesordnung steht, …
Warum das alles? Eine populäre Antwort auf die Frage liegt im Konsumverhalten der Massen. Sie seien, als Konsumenten, mal mit ihrer „Wegwerf-“, mal mit ihrer „Geiz-ist-geil-Mentalität“ mindestens mitverantwortlich für die Sauereien, die rund um den Globus auf der Tagesordnung stehen.
Wer sich von „künstlichen Bedürfnissen“ und übersteigertem und irregeleitetem Konsumverhalten verabschieden will, versucht oft, dann selber alternativ zu leben. Alternatives Verantwortungsbewusstsein drückt sich dann in vielen neuen Ge- und Verboten aus – und es mündet auch in neue Fragen: Wie ist die Firma XY eigentlich zu dem begehrten Fairtrade-Siegel gekommen? Ist, wo regional draufsteht, auch wirklich regional drin? Denn verabschieden kann sich der Mensch, der alternativ leben will, von dieser Welt des Geldes und des Profits beim besten Willen nicht.
Unsere Diskussion soll klären:

  • was es mit der Macht des Verbrauchers auf sich hat
  • wofür die Unterscheidung in künstliche und natürliche Bedürfnisse gut ist
  • wer oder was den Nutzen davon hat, wenn verantwortungsbewusst konsumiert wird

21.07. Disk. zu Ehe und Familie

Am DI, trifft sich der Arbeitskreis kritischer Studenten wieder im Clubhaus Wilhelmstraße, linker Eingang, erster Stock.

Als Thema wurde gewünscht:

Ehe und Familie

Auch Menschen, die nicht Mann und Frau sind, dürfen inzwischen in vielen Ländern von Gesetzes wegen den Bund der Ehe eingehen. Dies gilt als gute Nachricht. Warum eigentlich? Ist den Liebenden bekannt, dass sie als Eheleute dann nicht mehr zu zweit sind, sondern dass ein Dritter an Tisch und Bett mit dabei ist, der sie auf korrekte Vertragserfüllung festnagelt? Denn für die Staatsgewalt ist ein aus freiem Entschluss gewähltes Verhältnis mit der Eheschließung nicht mehr eine Sache der Neigung, sondern der Pflicht: Sie besteht, komme was wolle, auf der korrekten Erfüllung der daraus erwachsenden Verpflichtungen. Dass sich menschliche Liebesbeziehungen auch ändern können, macht die Beteiligten nicht frei davon.

Wir wollen klären:

  • Warum und wie mischt sich der Staat in diese sehr persönlichen Beziehungen ein? Was hat er davon?
  • Denn auch wenn sie sich dann doch wieder trennen wollen, geht es ja weiter mit den Vorschriften, wie das dann korrekt durchgeführt werden kann, und welche Pflichten ihnen bleiben, auch wenn sie getrennt sind.
  • Erst recht wenn Kinder da sind, wird der Familie Enormes abverlangt. Und oft genug sieht man dieser Kleingruppe von Menschen dann auch an, dass sie damit nicht fertig wird. Denn die Familie, als Hort der Geborgenheit gepriesen, ist gar nicht so selten auch der Ort der erbitterten Vorwürfe, der tiefsten Zerwürfnisse, bis hin zu Gewalttätigkeiten. Was hat das mit dem zu tun, was die „Keimzelle des Staates“ in dieser Gesellschaft leisten soll?

Griechenland

Der AK trifft sich wieder am Dienstag, 14.Juli 2015, 20:00 am Clubhaus Wilhelmstraße, linker Eingang, linke Treppe, 1. Stock

Das Thema für die nächsten Termine:

Die Staatspleite Griechenlands

Folgende Fragen wurden gestellt:

  • „Wie ist Griechenland in den Staatsbankrott hineingeraten?“
  • „Wieso hat Deutschland ein Interesse an seiner Rettung – oder eben nicht?“
  • „Was hat sich die Tsipras-Regierung von dem Referendum versprochen?“

Wir gehen nicht davon aus, dass wir dieses Thema an einem Abend erledigen können.

Flüchtlinge

AK trifft sich wieder am Dienstag, 7.Juli 2015, 20:00 am Clubhaus Wilhelmstraße, linker Eingang, linke Treppe, 1. Stock

Thema: Nachbesprechung der Diskussionsveranstaltung

Die Katastrophe „Flüchtling“: Global überflüssig gemacht
und von den Staaten als Last behandelt

Alle zu kurz gekommenen Fragen sind willkommen.

Insbesondere war für Punkt 4 der Gliederung nicht mehr genügend Zeit:

  • Wo kommen die Menschen her? Welche Katastrophen bewegen sie zum Aufbruch? Was ist damit gemeint, dass sie überflüssig gemacht worden sind?
  • Wo landen sie an? Was für eine Behandlung wird ihnen hier versprochen? Der Innenminister dieses Landes hat in dieser Woche einen Gesetzentwurf auf den Weg gebracht, in dem alles, was ein Flüchtling so tut – Schleuser bezahlen, Grenzkontrollen umgehen, Verlust des Passes etc. – als Grund, ihn in Abschiebehaft zu nehmen, beschlossen werden soll. Diese Art Willkommenskultur möchten wir auch in der Hinsicht würdigen, was für Botschaften für den einheimischen Normalmenschen darin enthalten sind.

Für die folgenden Termine während des Sommers haben wir uns Griechenland vorgenommen, wo sich ja beinahe täglich neue Fragen aufdrängen. Wenn ihr bestimmten Diskussionsbedarf habt, meldet Euch! (redaktion@versus-tuebingen.de)