DI, 05.05. Deutschlands Gedenktage

Terminänderung

Anders als ursprünglich angekündigt trifft sich der AK Politik erst wieder am Dienstag, den 05.05.2015, um den 2. Teil des laufenden Themas zu besprechen. Treffpunkt ist um 20:00Uhr im Clubhaus Wilhelmstraße, linker Eingang, erster Stock.

Deutschland, seine Vergangenheit und seine
Gedenktage

Wir wollen die offiziell gepflegte Erinnerungskultur besprechen. Beispielgebend der Bundespräsident Gauck: „Solange ich lebe, werde ich darunter leiden, dass die deutsche Nation mit ihrer so achtenswerten Kultur zu den ungeheuerlichsten Menschheitsverbrechen fähig war ….“ (27.1.2015). In wenigen Worten schafft er es, hochoffiziell an der schrecklichen Politik des Vorgängerstaates zu leiden, und gleichzeitig auszudrücken, dass dessen Taten für eine Kulturnation wie Deutschland eigentlich undenkbar sind. Demonstratives Schämen, Verurteilen, um Deutschland dadurch ins Recht zu setzen, dann den Richter über andere Nationen geben, die moralisch noch nicht so weit sind wie die deutschen …, nationale Feiertage sind eine seltsame Übung in der BRD.

Wir nähern uns ja dem 70. Jahrestag der Kapitulationserklärung des deutschen Reiches, der bei uns inzwischen als Tag der „Befreiung“ gilt. Wenn Russland mit einer Militärparade 70 Jahre „Sieg über den Faschismus“ feiert, ist dem hiesigen Leitartikelschreiber gleich klar, dass dort die Erinnerung an die Geschichte für nationalistische Anliegen missbraucht wird.

Wir wollen klären, welche nationalen Anliegen hierzulande durch die deutsche Art des Gedenkens befriedigt werden.

Da dieser 2. Teil unserer kleinen Diskussionsreihe ein eigenständiges Thema darstellt, kann jeder gerne kommen, einfach nur zuhören oder munter mitdiskutieren, unabhängig davon, ob man ersten Veranstaltungstag dabei war.