DI,03.03. „Hilfe“ für Griechenland

Der Arbeitskreis kritischer Studenten trifft sich wieder am Dienstag, 03.03.2015, um 20:00 Uhr im Clubhaus Wilhelmstraße, linker Eingang, 1. Stock

Thema:

„Hilfe“ für Griechenland –
wem wird da geholfen und zu welchem Zweck?

Deutschland „hilft“ Griechenland, aber Griechenland ist alles andere als dankbar dafür. Eine ganz schlechte Stimmung herrscht da zwischen dem Helfer und seinem Sorgeobjekt: Merkel wird in Griechenland in SS-Uniform dargestellt, und in Deutschland beschimpft die BILD-Zeitung „die Griechen“ als faul, gierig und korrupt. In seriöseren Kreisen: Der Spiegel nennt Alexis Tsipras einen „Geisterfahrer“, CDU-Politiker sagen, dass sie nun endgültig kein Vertrauen mehr in die griechische Regierung haben.

Trotzdem stimmen die Parlamentarier mit großer Mehrheit für die Verlängerung des Hilfspakets um vier Monate. Über die Parteigrenzen hinweg hält man das wohl für alternativlos. Die einen mit der Forderung, Tsipras müsse sich nun aber schleunigst von seinen Wahlversprechen lösen. Gregor Gysi mit der konträren Auffassung, Syriza sei die Alternative zur herrschenden neoliberalen Politik. Auf griechischer Seite muss Tsipras sich dann Vorwürfe gefallen lassen, er würde vor den Deutschen einknicken.

Aus diesen Feindseligkeiten geht hervor, dass hier Deutschland, der „Helfer“, bestimmt, wie die Hilfe aussehen soll, und Griechenland sich den Bedingungen unterzuordnen hat, unter denen die Hilfe erfolgt. Und was genau verlangt Deutschland von diesem „Pleitestaat“? Welche ökonomischen und politischen Ziele machen das fortgesetzte Hilfspaket so unerlässlich? Und wo liegt da der Grund für die Feindseligkeiten? Das wollen wir versuchen zu klären.