Archiv für Februar 2015

DI,03.03. „Hilfe“ für Griechenland

Der Arbeitskreis kritischer Studenten trifft sich wieder am Dienstag, 03.03.2015, um 20:00 Uhr im Clubhaus Wilhelmstraße, linker Eingang, 1. Stock

Thema:

„Hilfe“ für Griechenland –
wem wird da geholfen und zu welchem Zweck?

Deutschland „hilft“ Griechenland, aber Griechenland ist alles andere als dankbar dafür. Eine ganz schlechte Stimmung herrscht da zwischen dem Helfer und seinem Sorgeobjekt: Merkel wird in Griechenland in SS-Uniform dargestellt, und in Deutschland beschimpft die BILD-Zeitung „die Griechen“ als faul, gierig und korrupt. In seriöseren Kreisen: Der Spiegel nennt Alexis Tsipras einen „Geisterfahrer“, CDU-Politiker sagen, dass sie nun endgültig kein Vertrauen mehr in die griechische Regierung haben.

Trotzdem stimmen die Parlamentarier mit großer Mehrheit für die Verlängerung des Hilfspakets um vier Monate. Über die Parteigrenzen hinweg hält man das wohl für alternativlos. Die einen mit der Forderung, Tsipras müsse sich nun aber schleunigst von seinen Wahlversprechen lösen. Gregor Gysi mit der konträren Auffassung, Syriza sei die Alternative zur herrschenden neoliberalen Politik. Auf griechischer Seite muss Tsipras sich dann Vorwürfe gefallen lassen, er würde vor den Deutschen einknicken.

Aus diesen Feindseligkeiten geht hervor, dass hier Deutschland, der „Helfer“, bestimmt, wie die Hilfe aussehen soll, und Griechenland sich den Bedingungen unterzuordnen hat, unter denen die Hilfe erfolgt. Und was genau verlangt Deutschland von diesem „Pleitestaat“? Welche ökonomischen und politischen Ziele machen das fortgesetzte Hilfspaket so unerlässlich? Und wo liegt da der Grund für die Feindseligkeiten? Das wollen wir versuchen zu klären.

DI,10.02. Pegida

Der Arbeitskreis kritischer Studenten trifft sich wieder am Dienstag, 10.02.2015, um 20:00 Uhr im Clubhaus Wilhelmstraße, linker Eingang, 1. Stock

Thema:

PEGIDA
Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes
(Teil 2)

Die Pegida-Veranstaltung letzte Woche beschäftigte sich mit der Unzufriedenheit der Bürger, die sich über eine Überfremdung ihrer Heimat empören und nach einem starken Staat rufen, und mit dem Feindbild Islam.
Die Frage für kommenden Dienstag lautet dann: Warum verurteilen Politiker den Protest der Pegida und grenzen ihn aus, haben aber zugleich für dessen Anliegen Verständnis und entnehmen ihm entsprechend dringlichen Handlungsbedarf in Sachen Ausländerpolitik?
Dabei geht es im Wesentlichen um den Gedanken der Volksgemeinschaft. Darin wird eine Identität behauptet, wie Menschen, ohne je gefragt worden zu sein oder sich entschieden zu haben, zu diesem Land gehören, mit ihm eine Gemeinschaft bilden. Dass Menschen sich als Teil dieser Gemeinschaft fühlen, ist Politikern völlig selbstverständlich. Aber dass ihnen der Satz „WIR sind das Volk“ entgegengeschleudert wird, dass also die Demonstranten die Politiker der hiesigen Parteien nicht als die passende Leitung dieser Gemeinschaft akzeptieren, passt ihnen nicht.
Was genau ist der positive Gehalt der Gemeinschaftsvorstellung? Was eint die Mitglieder dieser Gemeinschaft und was macht sie feindlich gegen andere?
Nicht zuletzt wollen wir über die Anti-Pegida-Demonstranten reden, denen vor allem das deutschtümelnde, Fremden gegenüber Intolerante sehr gegen den Strich geht, weil sie an diesem Land ganz andere Eigenschaften schätzen und gefördert wissen wollen.