27.03. Disk: Krise und Krisenpolitik in der EU

Mit dem AK Politik kann wieder am kommenden Dienstag, den 27.03.2012, im Tübinger Clubhaus, 1. Stock (Wilhelmstr. 30; gegenüber der Neuen Aula), ab 20 Uhr, diskutiert werden.

Unser Thema wird weiterhin sein:

Krise und Krisenpolitik in der EU

Europa soll gesunden – durch mehr Armut überall!

Jahrelang wollten die maßgeblichen Euroländer, dass Griechenland sich verschuldet. Die Kofinanzierung ist die technische Seite des Angebots: Wenn ihr euren Standort aufmöbeln wollt, dann kümmert euch um zweckgebundene Kredite von Seiten der EU. Für jeden von euch bezahlten Euro zahlen wir einen drauf.

Seit Jahren ruft Griechenland dergleichen Kredite nicht mehr ab – der Staat ist pleite. Und heute kann sich Griechenland anhören, es hätte sich nicht überschulden sollen. Was ist von dem Vorwurf zu halten?

In Griechenland, einem Mitglied des stärksten Wirtschaftsblocks des 21. Jahrhunderts, wird inzwischen gehungert; die Renten und der mickrige staatliche Mindestlohn, an dem auch alle anderen Löhne im Land orientiert sind, werden um mehr als 20% gekürzt. Im öffentlichen Dienst werden Zehntausende entlassen, weitere sollen folgen; die Arbeitslosigkeit liegt auf einem Dritt-Welt-Niveau von 25%. In Spanien, Portugal etc. ist es nicht viel besser. Dort ist eine ganze Generation oft gut ausgebildeter junger Leute ohne Job, ohne Mittel und ohne Perspektive. Mit Renten, Gesundheitsleistungen und Löhnen wird ähnlich verfahren wie in Griechenland, zugleich werden die verarmten Bürger mit immer höheren Steuern und öffentlichen Gebühren für die Staatskasse in Anspruch genommen.

Und was verrät das europaweite Verarmungsprogramm, das als alternativloser Weg aus der Krise gilt, über Demokratie und Kapitalismus?