MO, 06.02. Workshop zum Hunger

Am kommenden Montag, den 06.02.2012, veranstalten wir einen Workshop im Tübinger Epplehaus (Karlstraße 13, Tübingen), ab 19 Uhr. Thema:

Warum verhungern täglich 100.000 Menschen auf der Welt?

Der Workshop richtet sich an alle, die wissen wollen, warum, trotz weltweit genügend Nahrungsmitteln, gehungert wird. Wir wollen im ersten Teil des Workshops den in den Medien sogenannten Faktoren des Hungers, wie Dürre, Spekulation auf Nahrungsmittel, EU Agrarsubventionen, etc. kritisch nachgehen und gemeinsam prüfen, was von ihnen als Erklärungen zu halten ist und was sie über die hiesigen Verhältnisse verraten. Im 2. Teil soll es um die praktischen Maßnahmen zur Hungerbekämpfung gehen. Was wird gemacht und was ist davon zu halten, wenn heute, nach über 40 Jahren Hilfe, der Hunger ein neues Rekordniveau erreicht hat?

Im Anhang findet ihr die ausführlichere Ankündigung


3 Antworten auf “MO, 06.02. Workshop zum Hunger”


  1. 1 Anton 28. Mai 2009 um 16:43 Uhr

    hm,
    is das nich n bischen allgemein, so à la kind mit dem bad ausgeschüttet?
    ich kenne therapeuten, die zum großteil zuerst ein klassisches psychologie studium absolviert haben, mit anschließender therapeutischer ausbildung und die nach ein paar jahren praxis, eben aus anderem selbstverständnis als als ‚reparaturwerkstatt‘ zu dienen, sich anderweitig weitergebildet haben. das problem ist natürlich die finanzierung, da natürlich nicht alles von den kassen übernommen wird. das führt teilweise zu ziemlichen inneren konflikten, da oft finanziell schlechter gestellte menschen beratung bedürfen.
    abgesehen davon sollte man die arbeit der psychologen und psychotherapeuten auch nicht überbewerten. die meisten klienten rennen jahrelang zu ihrem therapeuten oder auch coach … was soll’s, wenn sie auf diese art einen gesprächspartner haben und es sich leisten können.
    … und ganz am rande, was ist mit den kurzzeitig auf verschiedenen (party-)pillen ausgeklinkten menschen? wie wohltuend wenn man denen mal kurz n paar valium oder ähnliches verpassen kann bis sie wieder runter sind. das ist ja sogar in der szene usus ;o)

  2. 2 paule 01. Juni 2009 um 15:33 Uhr

    > is das nich n bischen allgemein, so à la kind mit dem bad ausgeschüttet?

    ja, es ist durchaus allgemein, genauso allgemein wie es die psychologische wirklichkeit nämlich ist. ob freud-anhänger oder hirnforscher, ob rogerianer, adorno-jünger oder skinner-fan, sie alle wiedeholen durch die bank die immer wieder selben elementaren wissenschaftlichen fehler, um die sie selbst genau wissen:
    a) selbst aufgeworfene Probleme, die so nicht existieren, und sich nur aus einem Bestreben nach Legitimation der hiesigen Gesellschaftsordnung erklären lassen
    b) Zirkelschlüsse, die jeder Logik spotten
    c) Spekulationen, die wilder nicht sein können und das wichtige wissenschaftliche Prinzip des Ockham’schen Rasiermessers in voller Absicht übergehen

    Und auf die psychologische Praxis, die du gegenüber der Theorie noch retten willst, wirft die Analyse auch keine gutes Licht. Oder mal anders gefragt: was ist denn das bitte schön für eine Gesellschaft, die ihren Schäfchen derart viel Probleme aufbürdert (vom Mobbing, über Schulstress, bis zur ökonomischen Existenzangst), dass die Leute an ihr ganz gaga werden?

    Wenn du es genauer wissen willst, komm zum Vortrag und lass es dir erklären.

  3. 3 put 01. Juni 2009 um 16:08 Uhr

    Ich halte es für einen Fehler sich hier auf Occams Rasiermesser zu berufen.

    „When multiple competing hypotheses are equal in other respects, the principle recommends selecting the hypothesis that introduces the fewest assumptions and postulates the fewest entities. It is in this sense that Occam’s razor is usually understood.“

    Um also occams razor anzuwenden müsste man erstmal zeigen, dass die Hypothesen (zb die mit den Trieben) „equal“ sind zu anderen Erklärungen für Agressivität oder sonstwas. Das halte ich für nen müßiges Unterfangen. Es gibt genug Argumente gegen die verschiedenen psychologischen Theorien, da muss man sich nicht auf Erkenntnistheorie einlassen.

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