DI, 20.12. Diskussion zum Rechten Terror …

Am nächsten Dienstag, den 20.12.2011, trifft sich der AK Politik im Tübinger Clubhaus (Wilhelmstr., gegenüber der Neuen Aula) ab 20 Uhr 15 zur Nachbesprechung unserer Veranstaltung vom letzten Dienstag, zum Thema:

Wieder rechter Terror in Deutschland – Und wieder fallen alle aus allen Wolken.

Wer noch offene Fragen hat, Einwände, oder Anmerkungen, oder wer einfach nur zuhören will, was es bei dem Thema alles so zu kritisieren gibt, ist herzlich eingeladen.

Hier noch ein paar Lektüretipps:

Deutschland entdeckt ein neues Terrorproblem von rechts
Die Nazis passen nicht zu D – ihre Parolen schon


7 Antworten auf “DI, 20.12. Diskussion zum Rechten Terror …”


  1. 1 Pogo 16. Dezember 2011 um 18:35 Uhr

    Die Veranstaltung war o.k., gute Argumente gegen die Braunen. Demos gegen Rechts sind notwendig. Schon, damit man die Rechten keine Plattform bekommen.

  2. 2 Thomas 16. Dezember 2011 um 19:04 Uhr

    „Keine Plattform für Rechte“ ist schon eine verräterische Parole: Immerhin ist damit ausgedrückt, dass Normalos auf rechte Parolen reinfallen (könnten), mit denen vielleicht liebäugeln oder die gar nicht vom offiziellen Nationalismus unterscheiden können. Es gibt offensichtlich jede Menge Gemeinsamkeiten von demokratischen Bürgern und Rechten. Dass Ausländer ein „Problem“ sind, teilt doch jeder hierzulande; dass „wir“ christliche, westliche, abendländische Werte haben, an die sich Nicht-Deutsche bedingungslos anzupassen haben, ist doch auchgegessen. Statt Ausgrenzung und Nichtbefassung wäre also die weitgehende Idendität von normalen und rechten Nationalisten zu kritisieren.

  3. 3 Pogo 16. Dezember 2011 um 19:13 Uhr

    Verarscht kommt man sich ja schon vor, wenn – wie bei der letzten Demo in Tübingen – der Oberbürgermeister und sämtliche Honoratioren Tübingens mitlatschen!

  4. 4 Thomas 16. Dezember 2011 um 20:24 Uhr

    Klar! Diese Typen treten als besorgte Tübiinger, Schwaben, Deutsche auf, die um den guten Ruf der Universitätsstadt fürchten. Dies Sorge um dieses putzige Städchen soll man sich einleuchten lassen, ganz gleich, was man davon als Student, Jobber, Arbeiter, Arbeitsloser, Mieter und sonst was hat. Der gleiche Einwand anlässlich der Terrormorde: Deutsche Polizei sieht schlecht aus, deutsche Staatsschützer versagen, Deutschlands Ruf in der Welt, der Export und alles Gute, Wahre und Schöne, wofür die Nation steht, könnte Schaden nehmen. Demokraten können Faschisten nicht kritisieren, dazu haben sie mit ihnen viel zu viel gemein.

  5. 5 Pogo 16. Dezember 2011 um 20:31 Uhr

    Wenn man auf Demos geht, weiß man immerhin, dass da Leute hingehen, die nicht so schlimm wie Faschos sind. Mit denen gibt es wenigstens einen Minimalkonsens. Andrerseits sind die Parallelen so abstrakt. Was kann man da tun? Über das Analysieren hinaus? Dass die Faschos nicht die Gefahr schlechthin hierzulande sind, ist klar. Aber bevor sich diese Scheiße verschärft, muss man was tun.

  6. 6 Thomas 17. Dezember 2011 um 15:20 Uhr

    Wenn du auf solche Demos gehst, könntest du die Mitmarschierer ja vielleicht dahingehend aufklären, dass jede menge von dem, was Faschos fordern, hierzulande praktizierte Politik ist. Ein Literatur-Tipp zu dem Thema: gegenstandpunkt 4/2010, „Die Nazis pasen nicht zu Deutschland – ihre Parolen schon. Sie als moralisch Verwerfliche nur auszugrenzen hält niemanden von den faschistischen Übergängen ab , die in den normalen natioalen Parolen angelegt sind. Übrigens spekuliert das Ausgrenzen auf brave Bürger, die es gewohnt sind, gesagt zu bekommen, was sich gehört. Da knüpfen auch Antifaschisten an, wenn sie auf Verwaltungsgerichte schimpfen, die ihrer Verbotspflicht nicht nachkommen. Sie sehen sich dann ersatzweise herausgefordert und grenzen – angesichts vermeintlich pennender Staatsgewalt – mit alternativer Gewalt selbst aus. Ohne richtige Kritik ist richtiger Kampf gegen Rechts nicht zu haben. Und der fängt bei der Kritik von Demokraten an! Also: Am Dienstag kommen, mitdiskutieen, mitmachen …

  7. 7 Frank 19. Dezember 2011 um 1:03 Uhr

    @Pogo: Die Argumente gegen die „Braunen“, die auf der Veranstaltung fielen, habe ich mir hier mal angehört.
    Wen bedroht, wer stört sich an der „braunen Gefahr“ und warum? Ein Migrant aus Afrika, (der hier evtl. noch ne Weile bleiben darf, weil über seine Abschiebung noch nicht entschieden wurde) der im Stadtpark oder so von Faschos zusammengeschlagen wird, ist der vor solchen Attacken geschützt, wenn die Bundeskanzlerin eine effizientere Zusammenarbeit der Staatsschutzbehörden fordert und beklagt, dass über 10 Jahre die NSU-Terroristen nicht dingfest gemacht werden konnten?
    Kann ja wohl nicht sein. Der Überfall auf ihn ist wie bei jeder anderen Rechtsverletzung vorausgesetzt, bevor eine Polizei oder ähnliche Staatorgane zu ermitteln beginnen. Also wird er dadurch auch nicht abgeschafft, das Herumlaufen im Park oder sonstwo wird für Menschen anderer Hautfarbe dadurch nicht sicherer.
    Frau Merkel sorgt sich um die überlegene Staatsgewalt, die durch die Rechten nicht düpiert dastehen soll.
    Und ob der Migrant/Asylant hierbleiben darf oder wieder zurück muss dahin, von wo er geflohen ist, darüber entscheiden die entsprechenden Gerichte

Die Kommentarfunktion wurde für diesen Beitrag deaktiviert.