Kapital-Lesekreis (MEW 23), 04.11.09

Kapital

Die Finanz- und Weltwirtschaftskrise hat die – für die normale Menschheit schädlichen – Prinzipien der marktwirtschaftlichen Geschäftemacherei und deren verheerende Wirkungen in ein grelles Licht gerückt.

Marx‘ Kapitalismuskritik ist aktuell – nicht, weil sich Professoren und Wirtschaftsfachleute neuerdings auf ihn berufen, sondern weil der Kapitalismus genau so funktioniert, wie es in seinem Buch steht.

Von Marx kann man lernen, warum es so ist, dass „die Reichen immer reicher werden und die Armen immer ärmer“, warum und inwiefern die Arbeit ein einerseits sparsam zu behandelnder, andererseits ausgiebig zu benutzender Kostenfaktor ist, warum der kapitalistische Fortschritt „zugleich die Springquellen allen Reichtums untergräbt: die Erde und den Arbeiter“.

Wir werden uns zunächst ein paar ungewohnte Gedanken über Gebrauchswert und Tauschwert, konkrete und abstrakte Arbeit, Geld und Nutzen, Arbeit und Reichtum machen – paarweise Bestimmungen, die unsere moderne Welt nicht mehr auseinander halten kann, während sie tatsächlich die härtesten Gegensätze enthalten.

Wir treffen uns am Mittwoch, den 4. November, um 20 Uhr im Clubhaus (Wilhelmstr. 30, linker Eingang, 1. Stock).