Archiv für Juni 2009

Jour Fixe, 30.06.09: Proteste im Iran

Teheran-Proteste

Nach den Iranischen Präsidentschaftswahlen gab es ab dem 13. Juni 2009 in Teheran und anderen größeren Städten des Iran öffentliche Proteste und Demonstrationen. Nächsten Dienstag wollen wir besprechen, worum es bei der Wahl ging und was die unzufriedenen Menschen auf der Straße bewegt.

Du bist herzlich eingeladen, dich daran zu beteiligen oder auch nur zuzuhören. Wir treffen uns wie immer um 20 Uhr im Clubhaus, Wilhelmstr. 30, linker Eingang, 1. Stock.

Einen Überblick über die Proteste kann man sich hier und hier bei Wikipedia oder hier bei Zeit-Online verschaffen. Einen grundlegenden Artikel zur Islamischen Republik Iran gibt es im GegenStandpunkt 4-2003.

Kapital-Lesekreis (MEW23), 02.07.09 – Die Produktion des absoluten Mehrwerts II

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Wenn sich die Unternehmer daran machen, ihre Gewinne zu steigern (oder jetzt in der Krise wiederherzustellen – siehe Daimler, Opel etc.), fällt ihnen – sowie unisono dem marktwirtschaftlichen Sachverstand und den staatlichen Betreuern der Plusmacherei – das immergleiche Rezept ein: die Löhne müssen sinken, die Arbeitszeiten müssen verlängert werden.

Wieso fordert keiner billigere Maschinen?! Auf ihre Weise wissen sie, dass der Mehrwert aus den Arbeitern irgendwie „herausgewirtschaftet“ wird.

Thema wird also der Unterschied sein, wie die vorgeschossenen Kapitalteile zur Verwertung beitragen (6. Kapitel). Vom Maß der Verwertung handelt dann Kapitel 7: die Rate des Mehrwerts – diese drückt nichts anderes aus als den Ausbeutungsgrad des Arbeiters durch den Kapitalisten.

… Näheres beim nächsten Treffen am 2. Juli – im Clubhaus (linker Eingang, ab 17:45 Uhr)

Versus Nr. 31 erschienen

In der aktuellen, 31. Ausgabe von „Versus“ [pdf], unserer studentischen Zeitung, sind folgende Texte zu finden:

  • Wieso? Weshalb? Warum? – Macht die Schule dumm?
  • Bildungsstreik 2009: Streiken für eine veredelte Konkurrenz in Schule und Hochschule.
  • „Bad Bank“: Viel Geld zur Rettung der Banken, eine Lektion über die Verrücktheit des Kapitalismus gratis als Dreingabe.
  • Der SPIEGEL: Der Kapitalismus ist scheiße, aber alternativlos.
  • Das Wachstum.

Jour Fixe, 23.06.09: Bildung und Wissenschaft im Kapitalismus, Teil 3

Schulsystem

Was ist der Nutzen von Wissenschaft in der kapitalistischen Gesellschaft? Wie werden ihre Ergebnisse produziert und verwendet? Wie ist der Wissenschaftsbetrieb organisiert? Wie findet die Vermittlung von Wissen statt? Wie funktioniert das Ausbildungssystem? – Das sind die Fragen, mit denen wir uns nächsten Dienstag immer noch beschäftigen wollen.

Du bist herzlich eingeladen, dich daran zu beteiligen oder auch nur zuzuhören. Wir treffen uns wie immer um 20 Uhr im Clubhaus, Wilhelmstr. 30, linker Eingang, 1. Stock.

Vortrag zur Kritik der Psychologie vom 06.05.09 jetzt online

Die Aufnahme des Vortrages vom 05.06.2009 zum Thema „Kritik der Psychologie – Das moderne Opium des Volkes“ von Albert Krölls (Ankündigung hier) gibt es jetzt als mp3-Datei zum Anhören. Wie immer gilt: Anmerkungen, Ergänzungen oder Kritik nehmen wir gerne üder das Kontaktformular entgegen.

Ankündigung: Workshop – Warum diese Gesellschaft ein Bildungssystem hat, das zu ihr passt, 17.06

Der (das?) nächste Jour Fixe am 16.06 fällt wegen diesem Vortrag aus. Zusätzlich gibt es eine Einladung zu einem Workshop, der im Rahmen des bundesweiten Bildungsstreiks stattfindet:

„Warum diese Gesellschaft ein Bildungssystem hat, das zu ihr passt.

Im Zuge der aktuellen Bildungsreformen wird der Regierung vorgeworfen, dass sie eine fehlgeleitete Bildungspolitik betreibe und damit der Gesellschaft schade. Stimmt das? Um die Frage zu beantworten, lohnt es sich mal zu überlegen welchen Nutzen diese Gesellschaft aus dem Bildungssystem eigentlich bezieht und wie/ob die Reformen diesem Nutzen entgegenstehen.

Im Workshop werden also ein paar grundsätzliche Sachen zum Ausbildungssystem in der kapitalistischen Gesellschaft geklärt und auch der Sinn und Zweck der aktuellen Reformen des Bildungswesens angesprochen.“

Beginn ist am Mittwoch, dem 17.06 um 14:30 Uhr im Kupferbau.

Vortrag & Diskussion: Weltwirtschaftskrise. Erst krachten die Banken, jetzt die ganze Weltwirtschaft – Warum? Gegen das Hoffen auf und das Bangen um die baldige Gesundung „unserer“ Wirtschaft

Finanzsystem

Wann: Dienstag, 16.06.2009, 19:00 Uhr (c.t.)

Ort: Universität Tübingen, Hörsaal Unikasse, Wilhelmstr. 26

Referent: Dr. Theo Wentzke, Redakteur der Zeitschrift GegenStandpunkt

Seitdem die Finanzmärkte zusammenbrechen und die „Realwirtschaft“ in bisher ungekanntem Tempo schrumpft, kommt der Kapitalismus ins Gerede. Leider sehr verkehrt. Auf die Diagnose: „Der Kapitalismus funktioniert nicht mehr“, antworten Volk und Elite mit dem dringenden Wunsch: Er möge schleunigst wieder funktionieren.

Die Regierung setzt ihre politische Macht ein, um mit dreistelligen Milliardenbeträgen die Banken zu retten und mit einem Konjunkturprogramm und anderen Subventionen die Auto- und andere Industrien vor dem Untergang zu bewahren. Das alles – da macht niemand ein Geheimnis daraus –, damit die kapitalistische Profitmacherei wieder in Gang kommt und weitergeht wie bisher.

Die Gewerkschaften und ihre Mitglieder identifizieren sich mit ihren Arbeitgebern, obwohl deren „Überlebensstrategien“ immer unverträglicher mit dem Interesse der Belegschaften an Lohn und Lebensunterhalt ausfallen. Auf Entlassungen, Kurzarbeit und Lohnkürzung antworten die organisierten Arbeitnehmer nicht mit Widerstand gegen die Kapitalisten und mit einer Absage an den Staat, der sie für die Rettung des Kapitalismus einspannen will; sie demonstriert Seit‘ an Seit‘ mit ihren Ausbeutern und fordert vom Staat mehr Geld für die Eigentümer ihrer Arbeitsplätze: „Wir sind Opel!“, „Wir sind Schaeffler!“, „Wir sind …!“ – Der Staat soll dem Kapital die Gewinne ersetzen, damit Arbeiter weiterarbeiten können!

DIE LINKE schimpft lauter als andere auf die Raffgier der Banken und die spekulative Profitmaximierung, die diese sich geleistet haben. Zugleich fordert sie vom Staat, diese „Profitgeier“ zu retten, aber nur, damit sie ihren „sozialen Dienst“ am realen Ausbeuten und Arbeitgeben wieder versehen können, der „Realwirtschaft“ Kredit zu geben. Banken, so DIE LINKE, gehören besser als bisher kontrolliert, damit ihr „Kasino-Kapitalismus“ nie wieder eine Chance bekommt, den produzierenden Kapitalismus zu schädigen. Außerdem tritt sie für eine Reichensteuer ein: Sie findet es nur gerecht, dass auch die Reichen dafür, dass sie in einem „sozial regulierten“ Gesellschaft ihren Platz als Reiche behalten sollen, einen Obolus zur Rettung ihrer Ordnung beisteuern.

Bewegt von der Sorge, dass der Kapitalismus nicht mehr als Lebensgrundlage des Landes und seiner arbeitenden Massen funktioniert, und voll der Sehnsucht, dass er wieder funktionieren möge, interessiert sich schon wieder kein Schwein dafür, was für ein Wirtschaften da eigentlich – auch und gerade in der Krise – funktioniert:

  • Warum trifft die Krise der Finanztitel und der (drohende) Zusammenbruch des Finanzsystems das produktive Kapital?
  • Warum sind die Banken im Unterschied zur übrigen Wirtschaft (Produktion, Handel, Arbeitsplätze) systemrelevant?
  • Was ist die und wie kommt es zur (Welt‑)Wirtschaftskrise?
  • Wie wird die Wirtschaftskrise abgewickelt?
  • Warum ist es falsch, um diese Wirtschaft zu bangen und auf ihre Gesundung zu hoffen?

Natürlich besteht nach und während dem Vortrag die Möglichkeit zur Diskussion. Alle Arten von Fragen bitte über das Kontaktformular.

Der selbe Vortrag findet am 17.06 in Freiburg und am 18.06 in Stuttgart statt.

Jour Fixe, 09.06.09: Bildung und Wissenschaft im Kapitalismus, Teil 2

Schulsystem

Was ist der Nutzen von Wissenschaft in der kapitalistischen Gesellschaft? Wie werden ihre Ergebnisse produziert und verwendet? Wie ist der Wissenschaftsbetrieb organisiert? Wie findet die Vermittlung von Wissen statt? Wie funktioniert das Ausbildungssystem? – Das sind die Fragen, mit denen wir uns nächsten Dienstag beschäftigen wollen.

Du bist herzlich eingeladen, dich daran zu beteiligen oder auch nur zuzuhören. Wir treffen uns wie immer um 20 Uhr im Clubhaus, Wilhelmstr. 30, linker Eingang, 1. Stock.

Auf zwei interessante Artikel in der taz und bei Spiegel-Online zum Fall einer Lehrerin, die wegen zu guter Noten, die sie vergeben hat, strafversetzt wurde, hat Normalzustand Rot hier hingewiesen.

Versus Nr. 30 erschienen

In der aktuellen, 30. Ausgabe von „Versus“ [pdf], unserer Studentenzeitung, sind folgende Texte zu finden:

Jour Fixe XXXII, 02.06.09: Bildung und Wissenschaft im Kapitalismus

Was ist der Nutzen von Wissenschaft in der kapitalistischen Gesellschaft? Wie werden ihre Ergebnisse produziert und verwendet? Wie ist der Wissenschaftsbetrieb organisiert? Wie findet die Vermittlung von Wissen statt? Wie funktioniert das Bildungssystem? – Das sind die Fragen, mit denen wir uns nächsten Dienstag beschäftigen wollen.

Du bist herzlich eingeladen, dich daran zu beteiligen oder auch nur zuzuhören. Wir treffen uns wie immer um 20 Uhr im Clubhaus, Wilhelmstr. 30, linker Eingang, 1. Stock.