Archiv für Dezember 2008

Vortrag zur Finanzkrise jetzt online

Wir haben die Aufnahme des Vortrags vom 05.11.2008 zum Thema „Was der Kollaps des Finanzsystems über den Reichtum der kapitalistischen Nationen lehrt“ (Ankündigung hier) jetzt als mp3-Datei hochgeladen. Da die Aufnahme in Tübingen nicht so gut gelungen ist, gibt es jetzt die Aufnahme des gleichnamigen Vortrages aus Freiburg zu hören. Viel Spass beim Anhören und wie immer gilt: Anmerkungen, Ergänzungen oder Kritik nehmen wir gerne entgegen.

Jour Fixe XXI, 16.12.08: Das Amt des Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika, Teil 2

Ganz fertig sind wir nicht geworden mit der Obama-Rede. Genauer wollen wir uns am Dienstag nochmal erklären, wie der Nationalismus geht, auf den sich O. bei seinen Wählern verlassen kann. Außerdem soll es um die außenpolitischen Ankündigungen gehen, die O. in der Rede anklingen läßt. Sie kann hier gelesen werden

Das Treffen ist wie immer im Clubhaus Tübingen. Wann? Ab 20 Uhr

Hier noch zwei Texte als Diskussionsanregung:
Obamamania und Obama – ein Führer wie gemalt

Jour Fixe XX, 09.12.08: Das Amt des Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika – A License to Kill

Obama

Obama hat die Wahl gewonnen. Ihm – so heißt es – haben die „Wähler/innen ihr Vertrauen geschenkt“, in seine „charismatische Persönlichkeit“ setzen sie „ihre Hoffnung“. Was hat dieses Menscheln in der Politik zu suchen? Alle, auch die Wähler wissen, Obama wird US-Präsident. Und das heißt nichts anderes als: Er hat die Macht, den Kurs des mächtigsten Staates der Welt dem US-Volk und anderen Staaten zu verordnen. Wie zur Ausübung politischer Herrschaft in der Demokratie, die Darstellung von Politikern als volksverbundene Persönlichkeiten passt, die das Vertrauen der Regierten verdienen, dazu waren Wahlkampf und Wahl in den USA ein perfektes Beispiel.

Obama-Rede im Wortlaut klick

Vortrag & Diskussion: Der Staat will die Banken retten – warum?

Wann: Mittwoch, 17.12.2008, 19:00 Uhr (c.t.)

Ort: Universität Tübingen, Neue Aula, Wilhelmstr. 7, Hörsaal 1

Referent: Dr. Theo Wentzke

Seit Oktober ist die Debatte erledigt, ob der Staat die Spekulanten retten soll. Sie ist überrundet durch eine fundamentalere Erkenntnis: Er muss – Gerechtigkeit hin, Gerechtigkeit her. Denn an zusammenbrechenden Banken hängt das Bankensystem – und an dem die ganze Wirtschaft und ihre Konjunktur. Von der Gesundheit des Spekulationsgewerbes leben nicht nur Rendite und Wachstumsrate des Finanzkapitals; von ihm lebt offenbar das Geldverdienen der gesamten Gesellschaft.

Leider hat das Volk in all der Panik gerade keine Zeit, sich mit dieser absurden Vorbedingung seines Alltags auseinanderzusetzen. Es ist vollauf beschäftigt, mit Hoffen und Bangen die Rettung des Finanzsystems zu begleiten, damit alles weitergehen kann wie bisher.

Damit es nicht weitergeht wie bisher, nehmen wir uns die Zeit für etwas Erklärung. Nach einer ersten Veranstaltung über das Finanzgeschäft und seine Krise folgt jetzt eine Veranstaltung über das staatliche Programm zur Rettung des Kreditsystems:

  • Was hat der Staat von den Banken, dass er sie – koste, was es wolle – retten will? Was soll denn wieder funktionieren?
  • Der Staat soll versagt haben bei der Kontrolle der Banken, ihnen viel zu viel Freiheit gelassen, jetzt kümmere er sich – endlich – wieder darum. Stimmt das?
  • Was ist das Verhältnis von politischer Macht und privatem Finanzgeschäft?
  • Der Staat will die Banken mit Geld retten. Wie steht es um Macht und Ohnmacht des Staates bei der Rettung des Bankensystems?

Versus 27 erschienen

In der aktuellen Ausgabe von „Versus“ [pdf], unserer Studentenzeitung, werden unter anderem folgende Themen besprochen:

  • Internationale Finanzkrise: Die Presse betet den Kapitalismus gesund
  • Die deutsche Linke sieht sich bestätigt: Der neoliberale Turbo-Kapitalismus ist gescheitert. Wir wären bessere Manager!
  • Europas Flüchtlingspolitik: Abschreckung, Sortierung, Abschiebung – effektiv gelöst und human kommentiert

Die vorherige Ausgabe: Versus Nr. 26 [pdf] ist jetzt auch online verfügbar.