DI, 24.01. Diskussion zu Wachstum

Mit dem AK Politik kann wieder am kommenden Dienstag, den 24.01.2012, im Tübinger Clubhaus (Wilhelmstr. 30; gegenüber der Neuen Aula), ab 20 Uhr, diskutiert werden. Thema:

Wozu braucht die Marktwirtschaft Wachstum?

Was wir bereits diskutiert haben:
Wachstum wird bilanziert als Summe unterschiedlichster, teils gegensätzlicher Einnahmen. Quellen für ein Geldeinkommen gibt es im Kapitalismus drei: Kapital (Profit), Boden (Grundrente), Arbeit (Lohn). Das Zusammenzählen der verschiedenen Einkommen sieht von der Besonderheit einerseits gründlich ab – dazu passt, worin es bilanziert wird: in Geld. Andererseits gibt es einen fachmännischen Streit darüber, was als Einkommen in Frage kommt: Sind die Kosten für staatliche Schulen, etc. als Teil des Wachstums zu bilanzieren, oder nur die von privaten? In die Rechendebatte wollen wir uns nicht einmischen und noch weniger wollen wir „objektive“ alternative Bilanzierungsmodelle aufstellen.

Was machen die Banken?

Die Geschäftsbanken handeln miteinander. Sie leihen und verleihen Geld, wobei die Zahlungen, die sie zu tätigen haben, regelmäßig ihre aktiv verfügbaren Mittel übersteigen. Wenn sie mehr zahlen müssen, als sie Einnahmen haben, wenn sie also Liquidität brauchen, gibt es die Möglichkeit, mit Wertpapieren zur Notenbank zu gehen, wo sie hinterlegt werden können und wofür es von der Notenbank, gegen einen Zins, Geld gibt. So kommen die Geschäftsbanken über das Hinterlegen von Schuldtiteln an Zentralbankgeld. Die Zentralbank setzt dadurch ihrerseits die Praxis, Schulden als Geldquellen zu handeln, in’s Recht. Das hat zur Folge, dass so die Zahlungsfähigkeit in der Gesellschaft erhöht wird, was die Grundlage dafür bildet, dass die staatliche Notenbank überlegt, zu welchem Preis das Geld herauszugeben sei. Die Notenbank sieht sich dabei vor einem Quantitätsproblem: Welcher Leitzins ist der, der jeweiligen konjunkturellen Lage dienlichste? Ihre Ideologie ist, dass sie damit die Geldmenge steuere. Dabei entscheidet nicht der Staat, sondern die Wirtschaft und das von ihr zustande gebrachte Wachstum darüber, wie viel Geld als Geschäftsmittel nachgefragt wird und damit darüber, ob eine Entwertung des Geldes stattfindet oder nicht. Verteuert die Notenbank den Leitzins verteuert sich erst mal nur der Kredit für die Geschäftsbanken. Ob sie deshalb weniger Kredit nachfragen und an die Wirtschaft verleihen, das liegt ganz im Ermessen der Bank, ob sie sich mit den Schuldpapieren ein Geschäft ausrechnet oder nicht.

Staat als Schuldner

Der Staat setzt auf wachsendes nationales Geschäft. Dafür schafft er Bedingung, die es zu bezahlen gilt. Geld hat er, der ja nichts selber produziert, darüber, dass er Steuern erhebt- womit er abhängig ist, von der Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft. Davon macht er sich mittels Verschuldung unabhängig. Der Staat ist die Hoheit über alles Geschäft. Als solche gibt er Papiere mit einer Laufzeit und einem Zins auf sich aus. Über die Höhe des Zinses entscheidet nicht er, sondern die Finanzwelt. Seine Höhe hängt dabei nicht am Erfolg eines Unternehmens, sondern an seinem Erfolg als nationaler Standortverwalter wachsendes Geschäft über die Verschuldung anzustoßen. Mit Staatsanleihen vergrößert der Staat seine Zahlungsfähigkeit und darüber die Masse an Geschäftsmittel, über welche die Gesellschaft verfügt. Die Verschuldung ist die Vorwegnahme künftigen Wachstums und ist der vom Staat selbst eingegangene und der Gesellschaft aufgemachte Sachzwang, wachsendes Geschäft zustande zu bringen.
Da machen wir nächsten Dienstag dran weiter. Anschließend gilt es noch die Abteilung „Ideologien zum Wachstum“ zu befassen. Derer gibt es viele, wie: Wachstum nützt uns allen. Die Vorstellung, dass Wachstum die Bedingung ist, ohne die nichts geht und dass man deshalb alles dafür tun müsse, ist nicht nur bei denen populär, die wachsendes Geschäft als ihren Zweck verfolgen – den Kapitalisten – auch in Gewerkschaftskreisen ist dergleichen verbreitet. Was ist davon zu halten?
Außerdem: Was verrät eigentlich das immerzu eingeforderte Wachstum über den Zweck der kapitalistischen Produktionsweise?
Und schließlich: Was ist von Vorstellungen nach einem Nullwachstum u.ä. zu halten?

DI 17.01.: Wozu braucht Markwirtschaft Wachstum?

Mit dem AK Politik kann wieder am kommenden Dienstag, den 17.01.2012, im Tübinger Clubhaus (Wilhelmstr. 30; gegenüber der Neuen Aula), ab 20 Uhr, diskutiert werden. Thema:

Wozu braucht die Marktwirtschaft Wachstum?

„Zum Glück wächst die Wirtschaft in Deutschland wieder“ hört man in diesen Tagen oft Kommentare zur wirtschaftlichen Entwicklung, nachdem es in 2009 ein „Minuswachstum“ gegeben hatte. Fast alle sind sich einig, dass Wachstum für „uns alle“ wichtig ist: Arbeitsplätze hängen von ihm ab!
Aber es gibt auch linke Gegenstimmen, die meinen, Wachstum sei „nicht unendlich möglich“, man brauche stattdessen ein „Null-Wachstum“ oder ein „qualitatives Wachstum“.
Wir wollen am nächsten Dienstag den Fragen nachgehen, was es mit dem kapitalistischen Wachstum auf sich hat und was von Forderungen nach dessen rechten Maß zu halten ist.

DI 10.01. Diskussion zum Nationalismus von Demokraten und Faschisten

Der AK Politik wünscht ein revolutionäres neues Jahr 2012!
Damit es so kommt, braucht es richtige Kritik, um die wir uns auch in diesem Jahr wieder mit euch zusammen kümmern wollen.
So kann am kommenden Dienstag, den 10.01.2012, im Tübinger Clubhaus (Wilhelmstr. 30; gegenüber der Neuen Aula), ab 20 Uhr, wieder mit uns diskutiert werden.

Vor der Winterpause haben wir uns mit der Frage beschäftigt, ob der Staat eigentlich auf dem rechten Auge blind ist und deshalb die bekannte rechte Terrorgruppe (Stichwort: „Dönermorde“) so lange gewähren ließ. Dabei stießen wir auf weitgehende

Parallelen im Nationalismus von Demokraten und Faschisten

Beide wollen einen starken Staat, fragen sich beständig, ob alles Mögliche eigentlich zum Nutzen der Nation geschieht. Insbesondere bei der Zuwanderung ausländischer Menschen schauen Demokraten wie Faschisten kritisch hin und prüfen, ob die Behandlung von Ausländern Deutschland voranbringt oder ob etwa im Gegenteil „in die Sozialsysteme eingewandert“ wird. Zu diesem Schluss kommt beispielsweise Thilo Sarrazin in seinem vor etwa einem Jahr veröffentlichten Buch.

Wir wollen diskutieren,

  • Mit welchen Argumenten kommt Sarrazin zu dem Ergebnis, dass viele Ausländer Deutschland schaden?
  • Weshalb trifft er mit seinem Bestseller auf so großes Interesse?
  • Welche Standpunkte werden ihm von anderen Politikern entgegengehalten?
  • Welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede gibt es in Theorie und Praxis von Sarazzin und den Terroristen des „NSU“?
Eine taugliche Textgrundlage für die Diskussion liefert der Artikel „Thilo Sarrazins großer Wurf“ in Gegenstandpunkt 4/10.
Ansonsten bringt wie immer gern eure Themenvorschläge auch für die kommenden Dienstage und eure Fragen mit.

DI, 20.12. Diskussion zum Rechten Terror …

Am nächsten Dienstag, den 20.12.2011, trifft sich der AK Politik im Tübinger Clubhaus (Wilhelmstr., gegenüber der Neuen Aula) ab 20 Uhr 15 zur Nachbesprechung unserer Veranstaltung vom letzten Dienstag, zum Thema:

Wieder rechter Terror in Deutschland – Und wieder fallen alle aus allen Wolken.

Wer noch offene Fragen hat, Einwände, oder Anmerkungen, oder wer einfach nur zuhören will, was es bei dem Thema alles so zu kritisieren gibt, ist herzlich eingeladen.

Hier noch ein paar Lektüretipps:

Deutschland entdeckt ein neues Terrorproblem von rechts
Die Nazis passen nicht zu D – ihre Parolen schon

DI 13.12.: Wieder rechter Terror in Deutschland …

Am Di. den 13.12.2011 veranstaltet der AK Politik einen öffentlichen Vortrag mit Diskussion, zum Thema:

Wieder rechter Terror in Deutschland –
Und wieder fallen alle aus allen Wolken

Wir laden zu einer Diskussion über diese Fragen ein, die in der öffentlichen Debatte kaum gestellt werden:

  • Warum sind Ausländer in allen Demokratien ein Problem und werden als störend empfunden – noch lange ehe einer Mordabsichten gegen sie hegt?
  • Warum mutiert der gute und gewünschte Patriotismus mit einer gewissen Regelmäßigkeit zum übersteigerten, mörderischen Nationalismus und Rassismus?
  • Warum führen manche Leute aus Vaterlandsliebe Krieg gegen den Staat in ihrem Land?
  • Warum brauchen so genannte freie Gesellschaften eine nicht so genannte Stasi?
  • Warum gehören zur Demokratie Parteienverbote?

Ort: Schlatterhaus Tübingen, Österbergstr. 2.
Beginn: 19 Uhr c.t.

Nähere Informationen zur Veranstaltung gibt es auf: Termine

DI, 06.12. Diskussion zum rechten Terror und der öffentlichen Überraschung darüber

Am nächsten Dienstag, den 06.12.2011, trifft sich der AK Politik im Tübinger Clubhaus (Wilhelmstr., gegenüber der Neuen Aula) ab 20 Uhr 15 zur Befassung mit dem Thema:

Wieder rechter Terror in Deutschland –
Und wieder fallen alle aus allen Wolken

1.
Parteien und Medien sind völlig überrascht davon, dass Deutsche aus Liebe zum Vaterland Ausländer hassen und töten – als ob das jetzt zum allerersten Mal passiert wäre.

Noch mehr erschrocken sind sie darüber, dass der Hass auf Ausländer zum Hass auf den Staat geworden ist, der Ausländer im Land duldet und nicht konsequent abschiebt; sie sind schockiert von der Entdeckung, dass dieser Hass zu einem schon Jahre laufenden Privatkrieg eines Geheimbunds gegen die staatliche Ordnung eskaliert ist.

2.
Bundes- und Landesregierungen sind auch entsetzt. Vor allem darüber, dass ihre Polizei den wenigstens zehn mit der gleichen Waffe verübten Morden keine gemeinsame Zielsetzung und keine Täter zuordnen konnte.
Da haben das Recht und seine Durchsetzung eine gewaltige Schlappe erlitten.

Die Regierungsstellen sind ferner verunsichert von der Erfahrung, dass sie ihre Gesellschaft auch geistig nicht voll im Griff haben: Da leistet man sich eine geheimdienstliche Staatsschutzbehörde, um die politische Meinungsbildung überall dort auszuspionieren, wo sie den Rahmen des staatlich Erlaubten zu überschreiten droht; da unterwandert der Verfassungsschutz die Neo­nazi-Szene in einer Weise, dass es kaum mehr rechte Funktionäre gäbe, würden alle V-Männer ihre Mitarbeit einstellen – und dann zeigt sich, dass die Nazis den Verfassungsschutz ebenso unterwandert haben wie der sie.

Die staatliche Hoheit ist übel blamiert – und ihre Unparteilichkeit, was linke und rechte Observationsobjekte angeht, steht arg in Zweifel. Den Verdacht, auf dem rechten Auge blind zu sein, lassen Merkel und Co. nicht auf sich sitzen. Ihre dringend nötige Schadensbegrenzung geht so:

Erstens räumt man alle Pannen und Versäumnisse ein und stellt sich an die Spitze der Kritiker von Polizei und Verfassungsschutz.

Zweitens entschuldigt man sich bei den Familien der Ermordeten, plant eine kleine finanzielle Wiedergutmachung und für die Toten eine würdige Feier.

Drittens nimmt man das Vorhaben eines NPD-Verbots wieder auf: Denn, wenn das böse Denken und Wollen erst unterdrückt und seiner organisatorischen Artikulationsmöglichkeit beraubt ist, ist die deutsche Idylle wieder Ordnung!

3.
Es bleiben nur ein paar Fragen, die in der öffentlichen Debatte kaum gestellt werden:

— Warum sind Ausländer in allen Demokratien ein Problem und werden als störend empfunden – noch lange ehe einer Mordabsichten gegen sie hegt?

— Warum mutiert der gute und gewünschte Patriotismus mit einer gewissen Regelmäßigkeit zum übersteigerten, mörderischen Nationalismus und Rassismus?

— Warum führen manche Leute aus Vaterlandsliebe Krieg gegen den Staat in ihrem Land?

— Warum brauchen so genannte freie Gesellschaften eine nicht so genannte Stasi?

— Warum gehören zur Demokratie Parteien­verbote?

Für diese Fragen interessieren wir uns.
Jede/r ist herzlich eingeladen mit uns zu diskutieren!

PS: Unter „Termine“ findet Ihr eine weitere Veranstaltung zu diesem Thema!

DI, 22.11. Diskussion zum Thema Rassismus

Am morgigen Dienstag, den 22.11.2011, kann im Tübinger Clubhaus, ab 20 Uhr, mit dem AK Politik diskutiert werden.
Unser Thema ist:

Woher kommt und wie geht Rassismus?

Und mit welchen Argumenten kann der Rassismus bekämpft werden?
Jeder ist herzlich eingeladen mit uns zu diskutieren!
Im Anhang findet ihr den GSP-Artikel zum Thema
Rassismus
Wir treffen uns wie immer um 20 Uhr im Clubhaus, Wilhelmstr. 30, linker Eingang, 1. Stock.

DI 15.11.: Diskussion Bundeswehrreform

Am kommenden Dienstag, den 15.11.2011, kann im Tübinger Clubhaus, ab 20 Uhr, mit dem AK Politik diskutiert werden.

Nachdem wir diese Woche einen Vortrag zum Thema Bundeswehrreform veranstaltet haben, gibt es vielleicht noch offene Fragen oder Einwände; die können am nächsten Dienstag ebenso besprochen werden, wie all das, was ihr zum Thema Konsumkritik besprochen haben wollt. Dazu gab es gestern im Epplehaus eine Veranstaltung und vielleicht schaut ja auch der eine oder die andere von dort mal bei uns vorbei… nur zu!
Jeder ist herzlich eingeladen mit uns zu diskutieren!
Wir treffen uns wie immer um 20 Uhr im Clubhaus, Wilhelmstr. 30, linker Eingang, 1. Stock.

Versus Nr. 39 erschienen

In der aktuellen, 39. Ausgabe von „Versus“ , unserer Studentenzeitung, sind folgende Texte zu finden:

  • Lehren aus der „Schuldenkrise“ 2011: Was Merkels Versprechen „Wir lassen Griechenland nicht fallen!“ für die Griechen bedeutet
  • Blutbad in Norwegen: Warum Anders Breivik mit einem Blutbad das christliche Abendland vor dem Islam retten wollte
  • Mikrokredite gescheitert
  • Vorsicht BaföG
  • Deutsche im Kaufrausch

DI 25.10. Diskussion (Forts.)

Thema ist:

Der Antrag der Palästinenser auf einen eigenen Staat.

Überlegt doch mal, ob euch die Kritik an der Auffassung, dass Israel zum Schutz der Juden da sei und darin auch nicht zu kritisieren sei, eingeleuchtet hat.
Kurzzusammenfassung der letzten Diskussion: Die Auffassung ist nichts als eine nationalistische Legitimationsideologie für den Staat. Es ist ein Fehler aus den Erfahrungen als Opfer des Nationalismus den Schluss zu ziehen, dann braucht es eine eigene schlagkräftige Nation. In der sind sie Material der staatlichen Berechnungen, die mit ihnen angestellt werden und die, das zeigt das Beispiel Israel deutlich, haben mit Schutz der Bevölkerung nichts zu tun, sondern sind umgekehrt eine ständige Lebensgefahr für sie, nämlich als Soldaten und Zielscheiben der Feindschaft, die ihren Grund in der Staatsgründungspolitik Israels hat.

Du bist herzlich eingeladen, dich daran zu beteiligen oder auch nur zuzuhören. Wir treffen uns um 20 Uhr im Clubhaus, Wilhelmstr. 30, linker Eingang, 1. Stock.



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